Read Gedichte: Ausgabe letzter Hand 1789 by Gottfried August Bürger Online

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Gottfried August B rger Gedichte Ausgabe letzter Hand 1789 Edition Holzinger Taschenbuch Berliner Ausgabe, 2016, 4 Auflage Durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger Ausgabe letzter Hand G ttingen Dieterich 1789 Ein Teil der Gedichte erschien zuvor in Zeitschriften und Almanachen sowie in B rgers erster Sammlung Gedichte, G ttingen Dieterich 1778 Textgrundlage ist die Ausgabe B rgers Gedichte in zwei Teilen Teil 1 Gedichte 1789 Herausgegeben von Ernst Cosentius, 2 Auflage, Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart Bong, 1914 Herausgeber der Reihe Michael Holzinger Reihengestaltung Viktor Harvion Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes Gem lde von Johann Heinrich Tischbein d J., 1771 Gesetzt aus der Minion Pro, 10 pt....

Title : Gedichte: Ausgabe letzter Hand 1789
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ISBN : 1482343029
ISBN13 : 978-1482343021
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : CreateSpace Independent Publishing Platform 4 Februar 2013
Number of Pages : 268 Seiten
File Size : 795 KB
Status : Available For Download
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Gedichte: Ausgabe letzter Hand 1789 Reviews

  • Liberaler
    2019-01-21 14:20

    Bürger war als Person ein aufgeklärter Dichter, der (in einem insgesamt ärmlichen Leben) nicht nur in einer "Ehe zu dritt" lebte und die Französische Revolution begrüßte, sondern der auch in einzelnen Gedichten auf die Fürstenwillkür hinwies.Dennoch muss man Friedrich Schiller teilweise Recht geben, der anonym eine vernichtende Kritik an Bürgers Lyrik schrieb, die im Wesentlichen 2 Punkte umfasste:Bürger lasse sich erstens unter dem Vorwand der Volkstümlichkeit allzu sehr auf das Niveau des "Volks" herab und mache seine Verse quasi gemein mit diesem.Bürger fehle es zweitens am Geist, um seine Lyrik auf ein hohes, das heißt von Schiller erwartetes, Niveau zu heben.Es ist wohl anzunehmen, dass zumindest der zweite Vorwurf nicht ganz zu Unrecht erfolgte. Die Kritik an der Volkstümlichkeit wirkt dagegen aus heutiger Sicht recht elitär.Bürger verfügt durchaus über eine elegante und wohlgestaltete Sprache, er vermag "schöne" und sprachlich elaborierte Verse zu drechseln, insbesondere die Sonette können mit den Meistern ihres Faches ein gutes Stück mithalten.Andererseits gilt aber leider auch: Bürger geht jegliche Originalität ab, Versuche, neue Wege zu gehen, sind in seiner Lyrik nicht zu finden. Im besten Fall steht noch die klassische Form als gelungen da, aber in der Regel bleibt schlicht schiere Langeweile als Quintessenz.Selbst da, wo es thematisch interessant werden könnte, erstickt die pathetische und klassisch erstarrte Sprache die positiven Ansätze gleich zu Beginn. So im Gedicht über die Hoffnung:"Wohlthätigste der Feen / Du, mit dem weichen Sinn, / Vom Himmel ausersehen, / Zur Menschentrösterin! / Schön, wie die Morgenstunde, / Mit rosichtem Gesicht, / Und mit dem Purpurmunde, / Der Honigrede spricht!"Lebensfern, in ein enges sprachliches Korsett geschnürt, wie es der Sprache der Klassik eigen ist, sind meist Bürgers Gedichte. Kein Herzblut, die Rührung und Ergriffenheit bleibt aus, welche man bei lyrischen Texten eigentlich voraussetzen sollte.Verse wie "Freund Amor, kannst du machen / Für einen hübschen Kuss / Dass mir Agnesschen lachen / Aus frommen Augen muss" stehen symptomatisch für die Qualität der Liebeslyrik. Erstarrte Form und abgedroschene Inhalte. Da waren die Barockdichter schon deutlich weiter. Das ist der eigentliche Vorwurf, den man Bürgers Lyrik machen kann. Ob das auf einen Mangel an "Geist" zurückzuführen ist, lässt sich aus heutiger Sicht schwer beurteilen. Das sprachliche Rüstzeug war bei Bürger vorhanden. Es wurde nur nicht genutzt.

  • Liberaler
    2019-01-02 10:07

    Bürger war als Person ein aufgeklärter Dichter, der (in einem insgesamt ärmlichen Leben) nicht nur in einer "Ehe zu dritt" lebte und die französische Revolution begrüßte, sondern der auch in einzelnen Gedichten auf die Fürstenwillkür hinwies.Dennoch muss man Friedrich Schiller teilweise recht geben, der anonym eine vernichtende Kritik an Bürgers Lyrik schrieb, die im wesentlichen 2 Punkte umfasste:a. Bürger lasse sich unter dem Vorwand der Volkstümlichkeit allzu sehr auf das Niveau des "Volks" herab und mache seine Verse quasi gemein mit diesem.b. Bürger fehle es an Geist, um seine Lyrik auf das von Schiller erwartete Niveau zu heben.Es ist wohl anzunehmen, dass zumindest der zweite Vorwurf nicht ganz zu Unrecht erfolgt. Die Kritik an der Volkstümlichkeit wirkt aus heutiger Sicht recht elitär.Bürger verfügt durchaus über eine elegante und wohlgestaltete Sprache, er vermag "schöne" und sprachlich elaborierte Verse zu drechseln, insbesondere die Sonette können mit den Meistern ihres Faches ein gutes Stück mithalten.Andererseits gilt aber leider auch: Bürger geht jegliche Originalität ab, Versuche, neue Wege zu gehen, sind in seiner Lyrik nicht zu finden. Im besten Fall steht noch die klassische Form als gelungen da, aber in der Regel bleibt schlicht schiere Langeweile als Quintessenz.Selbst da, wo es thematisch interessant werden könnte, erstickt die pathetische und klassisch erstarrte Sprache die positiven Ansätze gleich zu Beginn. So im Gedicht über die Hoffnung:"Wohlthätigste der Feen/Du, mit dem weichen Sinn,/Vom Himmel ausersehen,/Zur Menschentrösterin!/Schön, wie die Morgenstunde,/Mit rosichtem Gesicht,/Und mit dem Purpurmunde,/Der Honigrede spricht!"Lebensfern, in ein enges sprachliches Korsett geschnürt, wie es der Sprache der Klassik eigen ist, sind meist Bürgers Gedichte. Kein Herzblut, die Rührung und Ergriffenheit bleibt aus, welche man bei lyrischen Texten eigentlich voraussetzen sollte.Verse wie "Freund Amor, kannst du machen/Für einen hübschen Kuss/Dass mir Agnesschen lachen/Aus frommen Augen muss" stehen symptomatisch für die Qualität der Liebeslyrik. Erstarrte Form und abgedroschene Inhalte. Da waren die Barockdichter schon deutlich weiter. Das ist der eigentliche Vorwurf, den man Bürgers Lyrik machen kann. Ob das auf einen Mangel an "Geist" zurückzuführen ist, lässt sich aus heutiger Sicht schwer beurteilen, da ja wie gesagt das sprachliche Rüstzeug vorhanden war. Es wurde halt nur nicht genutzt.