Read Ich zähmte die Wölfin by Marguerite Yourcenar Online

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Ein leidenschaftlicher MannDie Lebensgeschichte des r mischen Kaisers Hadrian In seiner Villa in Tibur schreibt der sechzigj hrige Kaiser Hadrian an seinen Adoptivenkel, den sp teren Herrscher Marc Aurel Was er dem siebzehnj hrigen J ngling mitteilt, gleicht einem reflexiven Selbstgespr ch, ist ein Versuch des alternden Mannes, die wechselnden Masken und Gesichter des eigenen Ich zu erkunden Hadrian wurde als Provinzler im westlichsten Teil des Reichs, in Spanien geboren Der Eroberungswut seines Vorg ngers Trajan setzt der musische und sensible Hadrian seine Friedenspolitik entgegen, die die segensreichsten Auswirkungen auf das Reich haben sollte Zwei gro e Leidenschaften pr gten diesen ungew hnlichen Herrscher die einf hlende Bewunderung griechischer Kunst und die Liebe zu dem bithynischen Knaben Antonius Ein Besuch der Villa Adriana bei Rom weckte in der zwanzigj hrigen Marguerite Yourcenar den Plan, eine Biographie dieses Mannes zu verfassen Als die fiktiven Erinnerungen in deutscher Sprache erschienen, schrieb Ludwig Curtis Man hat nur wenige Seiten zu lesen, um von einem doppelten Zauber umfagen zu werden von dem Zauber der gro en Pers nlichkeit des Kaisers und von dem Zauber der dichterischen Einf hlung der Verfasserin nicht nur in dessen pers nliche, sondern in seine ganze weite antike Welt....

Title : Ich zähmte die Wölfin
Author :
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ISBN : 3423124768
ISBN13 : 978-3423124768
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Dtv 1 Oktober 1998
Number of Pages : 336 Seiten
File Size : 781 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Ich zähmte die Wölfin Reviews

  • Schmorbraten
    2018-10-23 18:10

    der es ermöglicht sich ein Bild über Hadrian zu machen. Die Autorin hat durch großartige Recherche, aus den vielen Versatzstücken der überlieferten Informationen, eine sehr gute Geschichte gemacht. Empfehlenswertes Buch.

  • Peer Anhalt
    2018-11-10 18:00

    Dieser historische Roman in Form eines langen reflexiven Lebensberichtes des Kaisers Hadrian an seinen Adoptivenkel Marc Aurel ist nicht zur unterhaltsamen Lektüre geeignet, aber er hat mich dennoch allmählich in seinen Sog gezogen. Für die Autorin muss die Arbeit an dem Buch eine Obsession gewesen sein, nahezu 30 Jahre hat sie sich mit dem Stoff abgemüht, bis schließlich diese "Studie" (299) 1951 herausgekommen ist, von der sie sehr wohl wusste, dass sie den gängigen Erwartenshaltungen nicht entsprach.Als "Normalleser" ist man zunächst überwältigt von der Fülle des genau recherchierten Materials, - alles in hochkonzentrierter, klassisch ausgewogener Prosa -, was leider auch bedeutet, dass man leicht die Motivation verlieren kann weiterzulesen, wenn man sich nicht zumindest einen ungefähren geschichtlichen und geografischen Überblick verschafft. Das Buch wird also zunächst für Geschichtskundige eine reine Freude sein. Die Frage ist: Was macht es auch für die anderen interessant?Es ist wohl dies, dass es sich hier nicht nur um eine historische, sondern auch ästhetische und philosophische Darstellung einer gesteigerten, exemplarischen Lebensform handelt. Ästhetisch: Die Fülle an geschichtlichen und exotischen Namen löst auch beim Nicht-Experten vielfältige Assoziationen aus - sie öffnet Räume der Fantasie, vergangene Gegenwelten, fast wie Lyrik. Philosophisch: Hadrian ist der Grenzfall des Menschlichen. Einerseits ist er Titan und Übermensch mit fast unbeschränkten Möglichkeiten, das, was er plante, was ihm wichtig war, unmittelbar in die Tat umsetzen zu lassen - gegen Ende seines Lebens wurde er spontan als Gott verehrt. Er war rastlos in Bewegung, hingegeben an Politik, Kunst, Bildung, aber auch Menschenkenner, Kämpfer, Jäger und ein großer Liebender mit seiner rührend-schmerzlichen Beziehung zu Antinous, der sich mit 20 das Leben nahm. Andererseits erscheint Hadrian im Alter in seiner Hinfälligkeit umso menschlicher. Die Autorin muss interessiert haben, was man von einem solchen Ausnahmemenschen heute lernen kann, von einem Mächtigen, dem es selbst um das rechte Maß zu tun war, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Trajan nicht mehr in erster Linie erobern wollte, sondern konsolidieren und bewahren. Schließlich muss die Autorin auch durch die Erfahrung der zwei Weltkriege in ihrer Lebenszeit tief an dem Fall interessiert gewesen sein: Was ist, was kann ein politischer Führer, gibt es einen Sinn in der Geschichte? Eine Antwort des Kaisers kurz vor seinem Tod: "Es werden Katastrophen kommen und Verheerungen; die Unordnung wird siegen, von Zeit zu Zeit aber auch die Ordnung..., die Worte Freiheit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit werden bisweilen wieder den Sinn erlangen, den wir ihnen zu geben bestrebt waren." (278).

  • Elke Haas
    2018-10-27 12:04

    Da ich großes Interesse an der römischen Geschichte habe, und überdies schon länger meinen Lieblingskaiser - Hadrianus - erkoren habe, kam ich um dieses Buch nicht herum - ja ich wußte gar nicht, daß es eine solche Aufzeichnung gibt.Schon beim anlesen war ich erstaunt, mit welcher tollen Sprache und philosophischem Tiefgang ein römischer Kaiser hier seinen Schriftverkehr an den späteren noch jungen Kaiser Marc Aurel niederschrieb.Die Bildung braucht man nicht hervorzuheben - und diese Aufzeichnungen verdankt man sowieso nur der Tatsache, daß Hadrian schon alt und krank war. Da er die meiste Zeit auf dem Rücken des Pferdes verbrachte, und dies ihm nun verwehrt war, schrieb er aus seinen Erinnerungen und Gefühlen.....manchmal schweift er ab ins philosophische, manchmal läßt er seinen Gefühlen freien Lauf - es geht auf jeden Fall ans Herz, und ich habe mich dabei ertappt, wie ich gedanklich in seiner Welt war mit Tränen in den Augen!Nach diesem Buch fühle ich mich bestätigt, was diesen Kaiser angeht. Nicht nur geschichtlich hochinteressant, sondern auch menschlich. Genauso habe ich ihn eingeschätzt - egal, ob er homosexuell war oder nicht.Und nach fast 2000 Jahren ist es, als kenne ich diesen Hadrianus schon lange. Gedanken, denen ich oft nur zustimmen kann -ein zeitloses Werk, unbezahlbar im Inhalt und Wissen, und man glaubt es nicht:Älter als die Übersetzung der Bibel!Absolut empfehlenswert für geschichtsinteressierte Leute, die mal über den Tellerrand blinzeln wollen!

  • Gisela Schlehuber
    2018-11-11 16:04

    Nach einer Rom-Reise und einem Besuch in der Villa Adriana interessierte mich das Leben dieses Kaisers. Das Buch "Ich zähmte die Wölfin" ist genau das Richtige. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. So lange her und so zeitgemäß !!!

  • Benjamin Wilson
    2018-11-03 19:48

    An excellent book and a wonderful edition with high quality paper and good clean typeface that is easy to read

  • Gerlinde Spahn
    2018-10-30 16:42

    Ein sehr aufschlußreicher Roman aus der Zeit der Herrschaft des Kaisers Hadrian. Aus der Regierungszeit dieses Kaisers findet man sehr wenig. Desween sehr gut.

  • None
    2018-10-23 16:05

    Ein Vorbild aller historischen Romane und ein faszinierendes Panorama eines Lebens mit all seinen hellen und dunklen Seiten. Unübertrefflich die Kunst der Autorin (die sich auch lange genug, mit Unterbrechungen, mit diesem Stoff beschäftigt hat), sich in das Denken und Fühlen einer der wichtigsten Herrscherfiguren des Römischen Reiches hineinzuversetzen. Dies in einer sorgsam austarierten Sprache, die den Genuß noch erhöht. Ob Hadrian deshalb dem Leser nach der Lektüre ein Freund ist, wie der Klappentext meint, wage ich zu bezweifeln, aber man darf doch behaupten, ihn etwas besser zu kennen als vorher, ohne befürchten zu müssen, einer zu subjektiven Fehlinterpretation erlegen zu sein.

  • S. Maruta
    2018-11-15 18:08

    THe greatest epic in M.Yourcenar's novels is always in people's minds. Here we receive from Yourcenar, acting like a medium, not only the picture of a distant past, its vivid images of spectacular wars and cities that are no longer to be found on maps, but the understanding of a spirit that ran at its most perfect in Rome's brilliant 2nd century: the 'pinacle of civilisation', the time before the barbarians knock at the gate; a spirit to which we are the remote heirs, as Marguerite Yourcenar, pointed out, 'a mere line of 20 old men speaking to young children separates me from Adrian'. Books like this, the high culture they carry, the tradition of classical learning that is bestowed on them help that thin thread to go on running through our days and, hopefully for generations to come.