Read Auf Hoffnung hin gerettet: Die Enzyklika Spe salvi. Vollständige Ausgabe. Ökumenisch kommentiert von Bischof Wolfgang Huber - Metropolit Augoustinos Labardakis - Karl Kardinal Lehmann by Benedikt XVI. Online

auf-hoffnung-hin-gerettet-die-enzyklika-spe-salvi-vollstndige-ausgabe-kumenisch-kommentiert-von-bischof-wolfgang-huber-metropolit-augoustinos-labardakis-karl-kardinal-lehmann

Das zweite weltweite Rundschreiben von Papst Benedikt XVI widmet sich der menschlichen Hoffnung Der Name ist ein Zitat aus dem R merbrief In der Hoffnung sind wir gerettet Dazu der Theologe und Bischof Bruno Forte Nachdem die gro en Horizonte der ideologischen Mythen verblasst sind, bietet die Hoffnung jetzt von neuem einen Sinn Horizont Die Eschatologie also die so genannte Rede von den letzten Dingen r ckt wieder ins Zentrum dessen, was das Menschenherz besch ftigt Die Fragen nach dem letzten Sinn, nach Leben und Tod, Gericht und ewigem Leben das sind Themen, die wir heute wiederentdecken, da die gro en Ideologien untergegangen sind und mit ihnen manche Hoffnung und mancher Sinn....

Title : Auf Hoffnung hin gerettet: Die Enzyklika Spe salvi. Vollständige Ausgabe. Ökumenisch kommentiert von Bischof Wolfgang Huber - Metropolit Augoustinos Labardakis - Karl Kardinal Lehmann
Author :
Rating :
ISBN : 3451298511
ISBN13 : 978-3451298516
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Verlag Herder Auflage 2 29 Januar 2008
Number of Pages : 388 Pages
File Size : 984 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Auf Hoffnung hin gerettet: Die Enzyklika Spe salvi. Vollständige Ausgabe. Ökumenisch kommentiert von Bischof Wolfgang Huber - Metropolit Augoustinos Labardakis - Karl Kardinal Lehmann Reviews

  • Dr. Josef Spindelböck
    2018-11-17 09:12

    Johannes Paul II. eröffnete sein Pontifikat mit einer Enzykliken-Trilogie über den einen Gott in drei Personen ("Redemptor hominis" über Jesus Christus als Erlöser der Menschen, "Dives in misericordia" über die Barmherzigkeit Gottes des Vaters und "Dominum et vivificantem" über den Heiligen Geist). Benedikt VI. hat ähnliches vor, indem er aus der Perspektive der theologischen Anthropologie die drei göttlichen Tugenden behandelt: Nachdem als erstes die Enzyklika "Deus caritas est" über die Liebe erschienen war, setzte er die Reihe fort mit einer Enzyklika über die christliche Hoffnung ("Spe salvi"). Ein Schreiben über den Glauben soll bald folgen. In der "Hoffnungsenzyklika" geht es Benedikt darum, die vielen "kleinen" Hoffnungen der Menschen auf die eine "große Hoffnung" zu beziehen: Gott hat den Menschen zur Gemeinschaft mit ihm berufen, in der er Glück und Seligkeit findet. Die Hoffnung darauf begleitet den Menschen auf seinem irdischen Lebensweg und gibt ihm Halt und Orientierung. Diese Einladung Gottes gilt allen Menschen und wird durch Jesus Christus in seiner Kirche vermittelt. Zeitkritisch ist die Enzyklika insofern, als sie einem blinden Fortschrittsoptimismus eine Absage erteilt und klar zum Ausdruck bringt, dass es um echten Fortschritt in der Menschlichkeit gehen muss, der ohne Gottesbezug nicht möglich sein wird.

  • Sobota
    2018-11-11 04:14

    Hoffnung ist eine Quelle, aus der wir Kraft für die Zukunft schöpfen. Papst Benedikt XVI. erläutert die Bedeutung christlicher Hoffnung fürs Leben. Gott kennen lernen bedeutete in der Vergangenheit, Hoffnung zu empfangen. Für uns sei der Besitz von Hoffnung kaum noch wahrnehmbar. In seinen Schilderungen stellt er das Verständnis der Hoffnung des Glaubens in der frühen Kirche dar. Philosophie war damals nicht eine schwierige akademische Disziplin sondern die Kunst zu leben und zu sterben. Glaube bringt den Verstand dahin, solchem beizustimmen, was er nicht sieht. Er gibt uns schon jetzt von der erwarteten Wirklichkeit, zieht Zukunft in die Gegenwart hinein. Glaubenskrise der Gegenwart ist vor allem eine Krise der Hoffnung.Bischof Wolfgang Huber merkt an "Glaube lebt nicht nur aus der Hoffnung auf das Zukünftige, sondern auch vom Vergegenwärtigen des Geschehenen". Der Reinigungsgedanke im göttlichen Gericht entwickelt bei Papst Benedikt eine große Eigenständigkeit. Erfahrungen der Zuversicht und des Glücks in der Gegenwart als vorläufige Quellen der Hoffnung könnten dabei vernachlässigt werden.Metropolit Augoustinus vermisst die Anbindung des Textes an ein Konzil. Die Qualität eines konziliar verfassten Textes unterscheidet sich immer von einem individuell verfassten Dokument". In seinen Randnotizen betont er die besondere Bedeutung des Fortschreitens im Glauben. Ziel des Christenlebens ist der Weg von der Torheit zur Weisheit über die fortschreitende Hinwendung zur Hoffnung.Karl Kardinal Lehmann lobt den Text wegen seiner zum größten Teil gut verständlichen Sprache. An seltenen Stellen erscheine für orthodoxe und protestantische Leser Verschiedenheiten des Glaubensverständnisses wie z.B. beim Fegefeuer und dem Gebet für die Toten. Der Papst gäbe sich große Mühe, die tieferen Motive der Katholischen Lehre einsichtig zu machen".Resümee: Der Rundbrief über die christliche Hoffnung ist von der umfangreichen Gelehrsamkeit des Papstes bestimmt. Mit der ökumenisch kommentierten Ausgabe begeben sich die Kirchen auf einen gemeinsamen Prozess des Hoffens. Die Mitautoren zeigen Engpässe des Schreibens auf und öffnen weitere Fenster einer lebendigen Hoffnung. Wahre Hoffnung wirft Licht auf die menschlichen Grenzen der Gegenwart. Mit Blicke auf den zweiten Ökumenischen Kirchentag in München 2010 eine hoffnungsvoll stimmende Lektüre.

  • Hermann Arnegger
    2018-11-12 09:17

    Buch kam liefermäßig in Ordnung. Inhalt ist für mich nicht optimal ansprechend. Ich hatte anders erwartet. Mein Interesse hat sich geändert.

  • kpoac
    2018-11-05 08:09

    "Daß, um ein moralisch guter Mensch zu werden, es nicht genug sei, den Keim des Guten, der in unserer Gattung liegt, sich bloß ungehindert entwickeln zu lassen, sondern auch eine in uns befindliche entgegenwirkende Ursache des Bösen zu bekämpfen sei, das haben unter allen alten Moralisten vornehmlich die Stoiker durch ihr Losungswort T u g e n d, welches sowohl im griechischen wie im lateinischen Muth und Tapferkeit bezeichnet [...] zu erkennen gegeben" sagte Kant zu Beginn des zweiten Stücks über die "Religion innerhalb der Grenzen des bloßen Vernunft". Und Kant führt ebenso an, das der Wechsel aus dem Kirchenglauben zum Religionsglauben eine Annäherung an das Reich Gottes sei, das noch abgekürzt durch Revolutionen schneller erreichbar sei, damit zur Naherwartung durch den Vernunftglauben werde. Drei Jahre später im Jahre 1795 spürt Kant im "Ende aller Dinge" nach, das neben dem natürlichen ein verkehrtes Ende aller Dinge eintreten könne, insofern moralische Rücksicht als nicht geboten erscheint."Auf Hoffnung hin sind wir gerettet", schreibt Paulus in seinem Brief an die Römer (8, 24) und mit diesem Hintergrund veröffentlicht Papst Benedikt XVI seine zweite Enzyklika mit der Paulus Botschaft: SPE SALVI. Glaube Hoffnung, Liebe, diese drei werden vortrefflich in 1KOR 13 performativ entwickelt. Liebe als Caritas, Agape und Eros ist in der ersten Enzyklika behandelt, Hoffnung und in der Gleichsetzung zu Glauben auch der Glaube hier in dieser zweiten.Ratzinger gibt sich ganz weltoffen, wissenschaftlich und fordert vom Leser ein gewisses Verständnis psycho-historischer Zusammenhänge. Gerade in der aktuellen Diskussion um Dawkins und Co, die mittlerweile in den Kinderzimmern angekommen ist mit Schmidt-Salomon und seiner Aussage "Wer Gott [nicht] kennt, dem fehlt etwas" findet man bei Ratzinger Antworten und Überlegungen aus dem Kontext der Geistesgeschichte. Streicht man alle Aussagen bei allen, die rein der persönlichen Zielsetzung folgen, ist Ratzinger der einzige, der ohne Polemik auskommt. Hier wird deutlich, dass Überzeugung aus dem Willen zur Vernunft und aus dem Gedanken der Freiheit ein Maß an Brillanz gewinnen kann, dem nicht jeder fähig ist zu folgen. Wer Gott nicht kennt, kann zwar vielerlei Hoffnungen haben, bleibt aber im letzen ohne Hoffnung, die das ganze Leben trägt (vgl. Eph 2,12) Jedoch in der Theodizeefrage und den Ausführungen des Atheismus des 19. und 20. Jahrhunderts macht Ratzinger deutlich, das der Anspruch, der Mensch müsse nun das tun, was Gott versäumt habe, von Innen heraus unwahr sei, denn wenn eine Welt sich aus sich selbst heraus Gerechtigkeit schaffen muss, ist sie ohne Hoffnung, die in ihrer Stärke und Wirkung nur außerhalb der Welt liegen kann. Mit Horkheimer nennt er einen Zeugen, der selbst bestreitet, Ersatz für Gott finden zu können, obwohl er das Bild des gütigen Gottes ebenso verneint.Mit Derrida, der in der Komplexität seines Denkens Unvereinbares versuchte in sich zu vereinen, ist sich der Mensch letztendlich sicher, dass er nicht von der Dekonstruktion alleine lebt, sondern das im Augenblick der Zerstörung des einen Weltbildes ein nächstes wird sich etablieren müssen. Und so verweist Ratzinger auf die aufkommende Wissenschaft als Ersatzreligion, beginnend mit Francis Bacon, durch den eine neue Zeit "zu einer gesetzmäßigen Auslegung der Natur" führte und endlich der "Sieg der Kunst über die Natur" gefeiert werden konnte. Wissenschaft ermöglicht in neuer Sichtweise eben die mit dem Sündenfall verlorene Herrschaft über die Kreatur erneut. Die bisher aus dem Glauben immanent gefühlte Erlösung wird nun von der Wissenschaft und deren Praxis erwartet. Vernunft und Freiheit beherrschten als System das Denken und in ihrer Konsequenz überwanden sie alle Abhängigkeiten, so dass das Reich des Menschen, das Neue Altantis, seit Platons Timaios bekannt, seine Geburt feiern konnte. Und dieses Reich des Menschen wurde von der Naturwissenschaft erschaffen im Wissen um Vernunft und Freiheit und erobert durch die Politik der Herrschaft des Proletariats, in dem es glaubend machen konnte, dass allen Gleiches und gleich Gutes widerfährt.Wie Dostojewski in den Brüdern Karamasov brillant bestätigt, bleibt der Mensch immer Mensch und in seiner ihm immanenten Freiheit ist die Freiheit des Bösen. Heilserwartungen in dieser seiner Welt sind spürbar nah und das Prinzip Hoffnung auf eine außerhalb ihm stehende Welt im Materialismus nicht möglich. Was dürfen wir hoffen? diese Frage stellte sich erneut und Ratzinger versteht es, seine Kritik am reinen Historismus wie auch am Christentum gleichermaßen hervorzubringen. Wenn Adornos Fortschrittsglaube der einzige sei, wäre dem Christentum eine Botschaft abhanden gekommen. Denn Fortschritt benötigt die parallele Entwicklung der moralischen Bildung des Menschen, den Mut nach Kant und damit eine Tugend, die das Wachstum des inneren Menschen ermöglicht. Ratzinger schließt daraus: Der Mensch braucht Gott, sonst ist er hoffnungslos. Dass ein Reich Gottes ohne Gott existieren kann, also als Reich des Menschen allein, zeigt sich als haltlos, denn dieses endet unausweichlich in das Kantsche "verkehrte Ende aller Dinge"."Es gibt Augenblicke, in den wir plötzlich spüren: Ja, das ist das wahre Leben, so müsste es sein". Ratzinger führt so zu einer anderen Sichtweise von Ewigkeit, die nicht mehr zeitliche Bedeutung hat, sondern in der Ewigkeit des Augenblicks verhaftet bleibt. Dieser faustische Pakt ist, wie bei Goethe nachzulesen, der Moment des Todes. Faustens "Verweile doch" stoppt die Zeit und macht sie zum Augenblick, seine Seele verliert er an Mephisto, sein Leben ist damit beendet. Im Augenblick des Todes scheint hier die Ewigkeit zu liegen. Auch wenn man hier Romain Rollains ozeanisches Gefühl wieder aufzuspüren meint, erzeugt diese Sichtweise weitere Fragen.Christliche Hoffnung in Verbindung zur Freiheit zeigt Ratzinger dort nahezu emphatisch:"Der moralische Schatz der Menschheit ist nicht da, wie Geräte da sind, die man benutzt, sondern ist als Anruf an die Freiheit und als Möglichkeit für sie da. Das aber bedeutet:a) Der rechte Zustand der menschlichen Dinge, das Gutsein der Welt, kann nie einfach durch Strukturen allein gewährleistet werden, wie gut sie auch sein mögen. Solche Strukturen sind nicht nur wichtig, sondern notwendig, aber sie können und dürfen die Freiheit des Menschen nicht außer Kraft setzen. Auch die besten Strukturen funktionieren nur, wenn in einer Gemeinschaft Überzeugungen lebendig sind, die die Menschen zu einer freien Zustimmung zur gemeinschaftlichen Ordnung motivieren können. Freiheit braucht Überzeugung; Überzeugung ist nicht von selbst da, sondern muß immer wieder neu gemeinschaftlich errungen werden.b) Weil der Mensch immer frei bleibt und weil seine Freiheit immer auch brüchig ist, wird es nie das endgültig eingerichtete Reich des Guten in dieser Welt geben. Wer die definitiv für immer bleibende bessere Welt verheißt, macht eine falsche Verheißung; er sieht an der menschlichen Freiheit vorbei. Die Freiheit muss immer neu für das Gute gewonnen werden. Die freie Zustimmung zum Guten ist nie einfach von selber da. Gäbe es Strukturen, die unwiderruflich eine bestimmte - gute - Weltverfassung herstellen, so wäre die Freiheit des Menschen negiert, und darum wären dies letztlich auch keine guten Strukturen".Ratzinger schließt mit der Praxis des Gebetes als Übungsort der Hoffnung.. Tun, Leiden und Gerechtigkeit sind die weitern. Boethius nannte im fünften Buch seiner con-solatio über den "Trost der Philosophie" Gebet und Hoffnung als einzigen Verkehr zwischen Gott und Mensch Und den Zweifel und das Wissen verbindend sagt er weiter:Er hält das Ganze, verlor nur die Teile, / So schwankt ein jeder, suchend die Wahrheit, /Keinem gehört sie ganz, weiß nicht alles, / Und ist nicht völlig getrennt vom Wissen.Conclusio: Eine Enzyklika, die den Zeitgeist trifft, die den Zeigefinger geschickt verbirgt und an Vernunft und Denken appelliert. Brillant in den Zusammenhängen fordert er den Leser, doch Ratzinger überfordert nie durch eine unverständliche Sprache. Damit ein Gewinn in jeder kritischen Diskussion um den Wert und die Zukunft des Zeitgeistes, des Glaubens und der Hoffnung.

  • Heinrich
    2018-11-12 09:03

    Die exzellente Enzyklika über die christliche Hoffnung von Papst Benedikt XVI. in einer schönen Ausgabe. Die Kommentare sind auch durchaus interessant.