Read Steine im Bauch: Roman by Jon Bauer Online

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Bauer brilliert in der Darstellung der kindlichen Psyche ein bemerkenswertes Deb t J M CoetzeeDie Mutter des Ich Erz hlers nimmt immer wieder Pflegejungen auf, obwohl ihr eifers chtiger Sohn, ein Einzelkind, furchtbar darunter leidet Als der verschlossene Robert in die Familie kommt, der vermeintlich perfekt ist und Liebling der Mutter wird, nimmt die Eifersucht obsessive Z ge an.Der 28 j hrige Ich Erz hler kehrt in das Haus seiner Kindheit zur ck, weil seine Mutter schwer erkrankt ist Als kleiner Junge litt er darunter, dass die Pflegejungen, die die Mutter aufnahm, immer den Vorzug bekamen und sie seine hilflosen Schreie nach Liebe missverstand oder ignorierte Der Pflegejunge Robert brachte schlie lich das Fass zum berlaufen mit Folgen, die noch in der Gegenwart sichtbar sind Weder Mutter noch Sohn haben jemals wieder ber die Ereignisse gesprochen, und nun, da sich die Machtverh ltnisse aufgrund der Krankheit der Mutter umkehren, nimmt der Sohn auf subtile Weise Rache Steine im Bauch zeigt mit unbarmherziger Pr zision, wie Verletzungen, die man in der Kindheit erleidet, im Erwachsenen nachwirken Ein Buch, das atemlos spannend und bisweilen schmerzhaft die Hilflosigkeit eines Kindes nachzeichnet Steine im Bauch wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und von Presse und Leserschaft begeistert aufgenommen....

Title : Steine im Bauch: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3462046527
ISBN13 : 978-3462046526
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Kiepenheuer Witsch 6 November 2014
Number of Pages : 590 Pages
File Size : 775 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Steine im Bauch: Roman Reviews

  • Daphne
    2019-09-21 21:57

    Habe es in wenigen Tagen verschlungen, da es sehr spannend war. Der Autor erzählt sehr realistisch die Geschichte eines Jungen, der sich nach Liebe sehnt, sie aber ständig mit fremden Pflegekindern teilen muss. Der Leser schwankt ständig zwischen Abscheu für seine Taten und Mitleid hin und her! Großartiges Debut!

  • R. Schmidt
    2019-09-01 22:36

    auch wenn ich es noch zu Ende gelesen habe, die Spannung ist groß, wie geht es weiter?Manche Kinder sind schon arm dran!

  • www.buchnotizen.de
    2019-09-07 23:38

    Jon Bauer hat mit “Steine im Bauch” ein wirklich sehr emotionales, schwer verdauliches (für mich als Mutter), aber doch psychologisch sehr interessantes Buch über Verletzungen in der Kindheit geschrieben. Es könnte auch “Wut im Bauch” heißen, denn die hat der Protagonist, der siebenjährige Junge, der später als erwachsener Mann nach Hause zurückkehrt, um seine schwerkranke Mutter zu begleiten. Dabei nutzt er jede Gelegenheit, um seinen immer noch vorhandenen seelischen Ballast (seine Steine) bei der Mutter abzuladen und auch eine gewisse Rache zu üben. Er ist sehr aggressiv, verstrickt sich immer wieder in Streitigkeiten und Schlägereien. Alles was er als siebenjähriger abbekommen hat – die Gleichgültigkeit der Mutter, deren Schläge, die Zurückweisungen durch die Mutter – das alles trägt er immer noch mit sich herum. Er ist nicht fähig tiefe Gefühle zu entwickeln. Er will diese Gefühle als Erwachsener ausleben – ohne Rücksicht auf Verluste.Ich konnte das emotionsgeladene Buch nicht in einem Zug, sondern immer nur Stück für Stück lesen – es ist wirklich sehr heftig, was man Kindern alles antun kann und wie es sich bis ins Erwachsenenalter auswirkt. Der junge, verhaltensgestörte Mann hat teilweise entsetzliche Gedanken, aber auch das Nachdenken des kleinen Jungen, der sich Gedanken macht, warum die Mutter ihn nicht so lieben kann wie die “perfekten” Pflegekinder, die ins Haus kommen, was der Junge nicht verstanden hat und was ihn sehr verletzt und auch überfordert hat. Er selbst sieht sich als “böse” und als jemand, der alles falsch macht. Er fühlt sich minderwertig gegenüber den Pflegejungen, die selbst ja auch keine einfachen Geschichten erlebt haben. Er ist sehr eifersüchtig auf diese Pflegejungen und er hasst sie regelrecht. Wann immer es geht, quält er diese, sie bekommen seine Wut ab, die eigentlich der Mutter gilt. Dann geschieht auch ein furchtbarer Unfall.Sehr tiefgreifend und nicht so einfach zu lesen. Der Junge und auch später der Mann haben im Buch keinen Namen – eine namenlose Seele, dieser Aspekt verdeutlicht noch einmal das Bild der verlorenen kindlichen Seele. Ich schwankte permanent zwischen den Gefühlen “Mitgefühl und Mitleid” sowie abgrundtiefer Abscheu. Phantastisch, wie sich Jon Bauer in die Seele eines siebenjährigen Jungen einfühlt – meisterhaft, aber wie gesagt, sehr sehr schwer verdaulich!Fazit: Hochlesenswert, aber nur für Leser mit starken Nerven!

  • PFAD Bundesverband e.V.
    2019-09-09 20:37

    Der preisgekrönte Erstlingsroman von Jon Bauer, mittlerweile bereits in zweiter Auflage erschienen, behandelt die konfliktreiche Eltern-Kind-Beziehung des leiblichen Sohnes von Pflegeeltern, der nicht einsehen kann, warum er Vater- und Mutterliebe mit Pflegekindern teilen muss. Er fällt der Lehrerin auf, weil er behauptet ein Pflegekind zu sein. Wie sehr der Junge unter der fixen Idee leidet, seinen Eltern nicht gut genug zu sein, welche Aversion er gegen den aufgenommenen zwölfjährigen Pflegebruder entwickelt, und dass er mehr und mehr zur Gefahr für sich und andere wird, scheint niemand zu bemerken.Seine wachsende Eifersucht wird unterschätzt, bis der Achtjährige es nicht mehr aushält und seine geballte Wut an dem Pflegebruder auslässt. Das Resultat: Der 13 Jahre alte Pflegesohn ist danach körperlich und geistig behindert, die Pflegeeltern sind gebrochene Menschen. Die Kindheitserlebnisse holen ihn ein, als der erwachsene Sohn nach jahrelanger Abwesenheit zur todkranken, verwitweten Mutter zurückkehrt, um sie zu pflegen. Wie sich die Abrechnung mit der Mutter gestaltet, stellt der Autor akribisch dar.Die fatale Verkettung von Umständen erzeugt Gänsehaut, zu unerbittlich und tragisch ist der Automatismus der einmal in Gang gesetzten Zerstörungswut: Am Ende gibt es nur Verlierer.Selbst der Leser bleibt mit Steinen im Bauch zurück. Man versucht sich zu beschwichtigen und sagt sich: Das ist zum Glück „nur“ Fiktion, so drastisch sieht es in der Realität nicht aus. Ein paar Aspekte sind dennoch bedenkenswert, etwa die „kleinen Fehler“, die schon im Vorlauf hätten vermieden werden können: Die Unterbringung eines Jungen in einer Familie, in der ein fünf Jahre jüngerer leiblicher Sohn den Einzelkindstatus beansprucht. Die Pflegefamilie, alleingelassen von Fachkräften, die dem Fall fachlich nicht gewachsen sind, und keine Gruppe weit und breit, wo die Familie Unterstützung für sich und ihre Kinder gefunden hätte. mh