Read Ich: Wie wir uns selbst erfinden (Piper Taschenbuch, Band 25039) by Werner Siefer Online

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Wer bin ich Diese Frage treibt die Menschen der westlichen Welt seit Jahrhunderten um Die neuesten Ergebnisse der Neurowissenschaft zeigen Das Ich ist eine blo e Konstruktion Werner Siefer und Christian Weber nehmen uns mit in die Labors und zu den weltweit f hrenden Erforschern unseres Ich Sie berichten von faszinierenden Experimenten und medizinischen F llen und zeigen uns, wie jetzt ein v llig neues Bild des Menschen entsteht Eines, das uns ganz direkt betrifft, denn es befreit uns von biografischen Zw ngen und erm glicht uns, unser Ich zu wechseln, uns st ndig zu wandeln....

Title : Ich: Wie wir uns selbst erfinden (Piper Taschenbuch, Band 25039)
Author :
Rating :
ISBN : 3492250394
ISBN13 : 978-3492250399
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Piper Taschenbuch Januar 2008
Number of Pages : 320 Seiten
File Size : 868 KB
Status : Available For Download
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Ich: Wie wir uns selbst erfinden (Piper Taschenbuch, Band 25039) Reviews

  • Siddhi
    2018-12-12 13:22

    Das Buch ist mir mehr oder weniger durch Zufall in die Hände gefallen. Da das Thema "Ego" und "Ich" ja auf vielfältigste Weise auch in der spirituellen Literatur reflektiert wird, erhoffte ich mir aufgrund der Inhaltsangabe und dem Titel des Buches auch einen wissenschaftlichen Einblick in dieses Thema. Die Autoren ziehen große Bögen um das Thema, kommen aber m. E. nicht auf den Punkt. Das Buch ist m. E. meilenweit davon entfernt, die Illusion eines Ichs zu nehmen und dadurch das Weltbild zu verändern. Schade. Der Titel war vielversprechend.

  • PC Spieler, seit Jahren
    2018-11-29 12:39

    Ein super Buch mit Klasse Thema. Es ist durchgehend Interessant und verständlich geschrieben. Ich kann nur eine klare kaufempfehlung aussprechen.

  • lbo
    2018-11-29 07:30

    Dieses Buch bietet sicherlich für Interessierte in vielerlei Bereichen (Hobby-Ich-Forscher, NLP-ler usw.) einige lesenswerte Seiten.Für mich stellt es ein interessantes, aber kein "Umwerfend! Musst Du gelesen haben"-Buch dar, was bspw. daran liegen kann, dass es für mich einerseits immer wieder teils amüsante sowie interessante Bereiche anspricht und auch erläutert - andererseits für mich in Teilen auch seine Längen hat.Fazit: Kombination aus Lesespaß und 'Aha-Effekten'

  • kpoac
    2018-11-22 14:42

    Dieses Buch kann Nebenwirkungen erzeugen. So die Autoren im Vorwort. Worum geht es? Zwei Focus Redakteure nehmen die aktuellen Diskussion der Neurobiologie auf und beschreiben sehr verständlich den aktuellen Stand der Diskussion. In Frage gestellt wird das Ich, der Wille und die Willensfreiheit, weil nach W. Singer „keiner anders kann als er ist". Determinismus pur, Gerhard Roth bestätigt dieses. Persönliche Freiheit scheint aufgehoben durch biochemische Imperative.Behutsam mit Rücksicht auf Laien gehen die beiden Autoren ans Werk, erweitern sukzessive den Anteil der Fachtermini und bringen hinreichend viele Beispiele zur Untermauerung der Thesen und des allgemeinen Verständnisses. Nicht eine Meinung, sondern die Diskussion spiegelt sich hier wider, gepaart mit einer klaren Hinführung zum Thema, über das zerbrechliche Selbst und einer kleinen Geschichte des Ichs. Der medizinische Anteil wird bestens Verknüpft mir der philosophischen Sicht.Beschreibungen der einzelnen Zusammenhänge des Gehirns sind gut und verständlich beschrieben. Ratio, Emotio, die Botenstoffe Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und deren Zusammenhänge; Cortex, Amygdala, Hippocampus etc sind am Ende keine Fremdworte mehr und gehen in den Wortschatz des Lesers. Einzig eine Bebilderung des Gehirns und der entsprechenden Zusammenhänge wäre von Vorteil und trüge zusätzlich zum Verständnis und zum Behalten bei, zumal doch die bildgebenden Verfahren (MRT, CT) innerhalb der Neurologie selbst die Fortschritte ermöglicht haben.„Die Illusion, jemand zu sein" ist eines der interessantesten Kapitel, da es hier darum geht, ob wir unser Ich wieder finden im Zusammenwirken des Selbst und des Selbstmodells. Wenn die Groß-Projektion des Selbstmodells Nähe und damit Wirklichkeit erzeugt zum Selbst, wird aus Niemand ein Jemand. Hier sind Medizin und Philosophie mutig an einem Thema der ICH-Illusion. Nur ist Illusion ohne Ich möglich? Oder ist die Welt an sich Illusion, das, was wir sehen eine freundliche Benutzeroberfläche und die Details nicht mehr als (der Vorstellung entnommene) Icons, die dann angetippt neuronale Prozesse in Gang bringen? Die Welt als Vorstellung und Wille. Eine bescheidene Schar hellenistischer Philosophen hat dieses schon mal postuliert.Zweifel am Ich, am Selbst sind Neuigkeiten der Neurobiologie, aber nichts Neues in fernöstlichen Kulturen. Dieser Exkurs in die indischen Religionen ist der erste Schritt der Autoren, den naturwissenschaftlichen Ansatz der Medizin und den geisteswissenschaftlichen der Philosophie westlicher Prägung zu relativieren.Am Ende wird es versöhnlich, der Imperativ der Neuro-Offenbarung verliert sich im Wir, da die Menge der Ichs (Arthur Rimbaud: Ich ist ein anderer) ein Wir braucht. Noch lange bleibt Bekanntes bestehen, denn der kartesische Dualismus von Leib und Seele ist nicht aufgebraucht, zumal Strawson (ergänzend zum Inhalt) bereits den „Dritten Weg" postuliert: kein Monismus, kein Dualismus, Materielles und Psyche aus dem Dualismus werden zusammengeführt in die „Persona". Also klare Hinwendung zur 1. Person Perspektive, zur Qualia.Was ist nun wahr? Karl Jaspers möchte ich zu Rate ziehen, der sagte: „Wahrheit, deren Richtigkeit ich beweisen kann, besteht ohne mich selber. [...] Wahrheit, aus der ich lebe, ist nur dadurch, dass ich mit ihr identisch werde."Und dieses ist allen bekannt:Monty Python: Das Leben des BrianBrian: Ihr seid doch alle Individuen!Jüngerschar (nachbetend): Ja, wir sind alle Individuen!Brian: Und ihr seid alle völlig verschieden!Jüngerschar: Ja, wir sind alle völlig verschieden.Einer aus der Menge: Ich nicht!Jüngerschar: Psst!Brian: Jeder von Euch sollte versuchen, es für sich selbst heraus zu finden

  • Kritischer Leser
    2018-12-04 13:23

    ZUM EINSTIEG(Es liegt die Taschenbuchausgabe vom Piper Verlag zugrunde)Ein Diplom-Biologe (Werner Siefer) und ein Politologe (Christian Weber) haben sich daran gemacht, uns über das Ich aufzuklären. Beide haben journalistische Erfahrung. Das merkt man dem Buch an. Die Texte sind flüssig geschrieben und in der Regel auch sehr verständlich. Man muss die zehn Kapitel nicht unbedingt in der Reihenfolge lesen, sondern kann auch zwischendurch einsteigen. Das Buch enthalte eine „hoffnungsvolle Botschaft“, nämlich, dass man sich ändern könne wenn man will, weil das „Ich“ flexibel sei. Aber vor dieser Hoffnung werden einige Illusionen zerstört. Es ist die Illusion, dass es ein Ich überhaupt gibt. Es wird zwar nicht bestritten, dass das ICH-Gefühl existiert. Doch (S. 293): „Dieses subjektive Ich muss sich nicht darum kümmern, dass es seinen Kern objektiv nicht gibt. Es besitzt das Glück der Ignoranz.“ZUM INHALTSchon zu Beginn (S. 11) wird festgestellt, dass das Selbst, also das Ich, kein „unzerstörbares Gravitationszentrum unserer Persönlichkeit“ sei. Daraus wird gefolgert, dass es relativ sinnlos wäre, (S. 79) „wenn Menschen ihr vermeintlich angelegtes Selbst finden oder verwirklichen wollen“. Persönlichkeit entsteht aus einem (S. 87) „komplexen Zusammenwirken von Erbgut und Umwelt“. Da sich unsere Nervenzellen im Gehirn ein Leben lang neu organisieren und die Umwelt sich ändert, ist auch die Persönlichkeit (das Ich, oder was wir dafür halten) immer wieder Veränderungen unterworfen.Das Gehirn hat keinen direkten Zugang zur Umwelt. Zudem werden eingehende Signale schon mit einer Gefühlskomponente bewertet, ob die Situation gut oder schlecht für uns ist. Aufgrund dieser eingehenden Informationen wird in ihm ein Modell der Welt gebildet. Es einsteht ein (S. 259) „virtuelles Selbst“ und „unsere Wahrnehmung ist folglich eine Online-Simulation der Wirklichkeit, die unser Gehirn so schnell und so unmittelbar aktiviert, dass wir dies fortwährend für echt halten.“ Aus Sicht der Autoren spricht auch gegen ein existierendes Ich, dass unsere Wahrnehmungen keineswegs objektiv sind. Wir erinnern uns bevorzugt an das, was uns besonders gefällt oder missfällt und was uns praktischen Nutzen verspricht. Und (S. 172): „Unser Gedächtnis ist, moderner formuliert, eine große Ich-Show. Hier wird redigiert, zensiert, zerschnitten, ausgeblendet … Die erinnerte Biographie ist ein immer wieder neues Schauspiel auf der Bühne des Ich“. Denn der Homo sapiens wird angesehen (S. 214) „hemmungsloser Deuter der Wirklichkeit“.Die ernüchternde Folgerung aus allen Ausführungen lautet (S. 260), „dass wir als Niemand auf die Welt kommen, als Niemand sterben und zwischendurch auf Grund einer umfassenden Verwechslung uns für einen Jemand halten“. Ein Jemand, der sich (S. 266) „ das Vorhandenseins eines eigenen Ichs nur vorspiegelt“. Harte und kompromisslose Worte für Leute, die an ein Ich (oder eine Seele) glauben.ZUM URTEILLobend ist hervorzuheben, dass es zu jedem Kapitel spezielle Literaturhinweise gibt. Dort findet man Literatur zum Weiterstudium. Und es gibt auch ein Sach-/Personenregister, wie es sich für ein Sachbuch gehört. Wer sich einen Überblick über die aktuelle Diskussion zum Thema Ich und Selbst verschaffen möchte, der ist mit diesem Buch gut bedient. Wer schon länger sich in dieses Thema vertieft hat, für den ist es vielleicht eine etwas ausführlichere Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse – allerdings ohne dass viel Neues hinzukommt. Über ein paar auschweifende Ausführungen an der einen oder anderen Stelle, die nicht zum Thema gehören, muss man hiwegsehen. Uninteressant sie die aber dennoch nicht.