Read Die Poetik der Apostelgeschichte (Novum Testamentum et Orbis Antiquus /Studien zur Umwelt des Neuen Testaments (NTOA/StUNT), Band 58) by Ute Eva Eisen Online

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Die narratologische Analyse der Bibel hat sich mittlerweile innerhalb der exegetischen Diskussion international etabliert und erfreut sich zunehmender Rezeption Mit dieser Entwicklung einher geht das noch immer bestehende Problem schwer herzustellender Kompatibilit t und Durchsichtigkeit erz hltheoretischer Konzepte und Begrifflichkeiten An diesem Punkt setzt die vorliegende Studie ein, indem sie in einem ersten Hauptteil die pluriformen Ans tze innerhalb der Erz hltheorie systematisiert und Begriffskl rungen vornimmt Erz hltheorie wird so verst ndlich und nachvollziehbar Der erste Hauptteil dieser Studie ist damit zugleich eine Einf hrung in die Erz hltextanalyse und aufgrund des Sachregisters auch nutzbar als Nachschlagewerk.In einem zweiten Hauptteil werden die erz hlanalytischen Konzepte auf ausgew hlte Texte des Anfangs, der Mitte und des Endes der Apg angewandt Vor allem ein Ergebnis ist in diesem Zusammenhang virulent Der Erz hler erschlie t das neue, an Christus orientierte Glaubensverst ndnis in mannigfaltigem Ankn pfen an die j dischen heiligen Schriften und vielfach aus der Perspektive des Judentums Die j dischen Skrupel und durch die Tora gegeben Hindernisse gegen ber einer Heidenmission sollen berwunden werden Im ber hmten Schluss der Apostelgeschichte wird mit dem jesajanischen Verstockungsmotiv die Nichtbekehrung der Mehrheit des Volkes Israel zu Christus plausibel gemacht und dieses zugleich zum Anlass genommen, die Heidenmission zu legitimieren Von einer heilsgeschichtlichen Abl sung des Judentums durch das Christentum kann keine Rede sein....

Title : Die Poetik der Apostelgeschichte (Novum Testamentum et Orbis Antiquus /Studien zur Umwelt des Neuen Testaments (NTOA/StUNT), Band 58)
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ISBN : 3525539614
ISBN13 : 978-3525539613
Format Type : PDF
Language : Englisch
Publisher : Vandenhoeck Auflage 1 1 Januar 2006
Number of Pages : 276 Pages
File Size : 587 KB
Status : Available For Download
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Die Poetik der Apostelgeschichte (Novum Testamentum et Orbis Antiquus /Studien zur Umwelt des Neuen Testaments (NTOA/StUNT), Band 58) Reviews

  • Apfeltonholz
    2019-08-18 00:29

    Antike Texte mithilfe moderner literaturwissenschaftlichen Konzepte zu heuristischen Zwecken zu durchleuchten, verdient natürlich auch in der Philologie seinen Platz. Mit anderen Worten, einen historischen Text ausschliesslich nur mit zeitgenössischen literaturtheoretischen Kategorien analysieren zu wollen, wie der Historiker (!) Christian Petersen in seiner Rezension vorschlägt, würde dem in heutiger Literaturwissenschaft längst obsoleten Fragen nach der "Autorenintention" gleichkommen. Insofern ist Ute Eisens Studie ein wertvoller Beitrag zum narratologischen Entschlüsseln der lukanischen Apostelgeschichte.

  • Dr. Christian Petersen
    2019-08-19 02:14

    Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß Theologie und Philologie völlig zu Recht differente Disziplinen sind, dann liegt er hier vor: Es wird mit textlinguistischen, erzähltheoretischen und stilkritischen Ansätzen operiert, die dem Sujet in keiner Weise gerecht werden. Diese anachronistische Herangehensweise verkennt nämlich, daß Formen, Gattungen, Erzählstile usw. letztlich nur aufgesetzte Konstrukte, quasi sekundäre "Schubladen" sind, die wir heutzutage zur Kategorisierung benutzen, die aber vor 2000 Jahren weder Sinn noch Wert gehabt hätten: Man kannte eben keine Begriffe wie "restitutive Grenzüberschreitung", "Ordnungstransformation", "Extrempunktregel" oder "hypohypohypodiegetisch" (S.77).Die Autorin entstammt dem Dunstkreis der sog. feministischen Theologie.So stößt man bei der Lektüre immer wieder auf "HeldIn", SamarierInnen" usw. Wer sich von dieser penetrant-peinlichen Diktion nicht abschrecken läßt, wird spätestens beim Rückgriff auf längst überholte linguistische Ansätze enttäuscht: Saussure, Chomsky und Jakobson werden bemüht; letzterer mit seinem Kommunikationsmodell, das jeder Student im ersten Semester vorgesetzt bekommt. Bei Ute Eva Eisen heißen die Akteure natürlich "SenderIn" und "EmpfängerIn".Das eigentlich Traurige an diesem Buch ist weniger der Umstand, daß es überhaupt existiert, als vielmehr die Tatsache, daß dieses Werk als Habilschrift abgenickt wurde. Keine gute Reklame für die Referenten - und für die AutorIn ohnehin nicht.