Read Affekttaten und Impulstaten: Forensische Beurteilung von Affektdelikten by Andreas Marneros Online

affekttaten-und-impulstaten-forensische-beurteilung-von-affektdelikten

Die angemessene Beurteilung von Affekttaten sowohl in strafrechtlicher als auch in forensischer Hinsicht war und ist Gegenstand vehementer Diskussionen im forensisch psychiatrischen, kriminalpsychologischen und juristischen Umfeld.Der renommierte klinische und forensische Psychiater Andreas Marneros schildert in seinem neuen Werk die bisherige Problematik im Umgang mit Affektdelikten und bietet dem Leser fundierte und praxisorientierte L sungsvorschl ge So wird die Abgrenzung zwischen Affekttat und Impulstat ausf hrlich anhand diagnostizierender Merkmale er rtert Dar ber hinaus befreit Marneros die Affektdelikte aus dem engen KorSett des elastischen und nicht zuverl ssigen Merkmals der tiefgreifenden Bewusstseinsst rung Die Frage, unter welchen Umst nden ein Affekt oder Impulsdelikt relevant f r die Schuldf higkeit ist, stellt er plastisch mithilfe von ausgew hlten Kasuistiken dar.Marneros legt mit diesem Buch einen hilfreichen Ratgeber f r Psychiater, Psychologen und Kriminologen, Richter, Staatsanw lte und Strafverteidiger vor Neues Konzept mit Kriterien, Theorien und praxisorientierten Hilfen zur Erfassung von Affektdelikten Erstmalige deutliche Abgrenzung von Affekt und Impulsdelikten Mit zahlreichen Fallbeispielen...

Title : Affekttaten und Impulstaten: Forensische Beurteilung von Affektdelikten
Author :
Rating :
ISBN : 3608425179
ISBN13 : 978-3608425178
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Schattauer Auflage 1 1 November 2006
Number of Pages : 186 Pages
File Size : 786 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Affekttaten und Impulstaten: Forensische Beurteilung von Affektdelikten Reviews

  • Tanja Hundsdoerfer
    2019-05-19 01:52

    Das Buch Affekttaten und Impulstaten. Forensische Beurteilung von Affektdelikten" von Andreas Maneros beschreibt zunächst die Kontroversen die es zum Thema Affektdelikte gibt. Führt dann über Exkurse zu Affektlehren und impulsiver Aggression, sowie einem Kapitel zu prädisponierenden und konstellativen Faktoren zu einer Neudefinition von Affekttaten. Abschließend gibt der Autor eine forensische Beurteilung von Affekttaten und Impulstaten, zieht ein Resümee und stellt zum Abschluss praktische Fragen zur Beurteilung als einen Leitfaden vor.Ziel des Buches ist es die nach wie vor unbeantworteten Fragen wie z.B. was ist ein Affektdelikt?" bzw. sind die Probleme bei der Beurteilung so genannter Affektdelikte nun gelöst?", sowie die partielle Unzufriedenheit mit dem Thema zu beantworten.Zu Beginn konstatiert der Autor, dass die bisherigen Versuche Affekttaten auf verschiedenen Wegen zu definieren z.B. über Motive, über den Täter oder die Form der Beziehung nicht die ganze Bandbreite von Affekttaten erfassen würden. Dies liegt v.a. daran, dass es sich bei Affekttaten, um eine große inhomogene Gruppe handelt. Die Kontroverse entwickelt sich hauptsächlich über die Frage, ob es sich bei der `tief greifenden Bewusstseinsstörung` um eine Störung handelt, die auf einem somatopathologischen oder einem psychologisch - soziologischen Krankheitsbegriff beruht.Die Unterscheidung in Affekt und Impuls ist eine weitreichende: Affekte sind prinzipiell beherrschbar, während der Begriff Impulse die besondere Neigung zu unüberlegten, unerwarteten Handlungen beschreibt.Die ersten vier Kapitel des Buches beschreiben sehr anschaulich und ausführlich die beschriebene Problematik und stellen den derzeitigen Stand der Forschung ausreichend dar.Die Einführung mündet in den Versuch Affektdelikte neu zu definieren. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Wesen des Affektdeliktes in der Finalität einer tief erschütternden Selbstdefinition des Täters besteht". Im Folgenden wird diese Definition weiter präzisiert.Anschließend wird ein Weg aufgezeigt, wie der Gutachter sich vom bisher vorgetragenen Dilemma frei machen kann und mit Hilfe der bisherigen Instrumente zu einer forensischen Beurteilung kommen kann, auch hier wird konsequent zwischen der Beurteilung von Affekttaten und Impulstaten unterschieden.Im Anschluss stellt der Autor fest, dass die Probleme bei der Beurteilung so genannter Affektdelikte auch durch dieses Buch nicht gelöst werden konnten. Es konnten einige Aspekte geklärt bzw. neu definiert werden, aber die Probleme" in ihrer Gesamtheit werden wohl nicht gelöst werden können.Der abschließende Leitfaden stellt eine gut Handreichung zum Umgang mit Beurteilungen von Affekttaten und Impulstaten dar.Insgesamt hat man nach der Lektüre des Buchs das Gefühl umfassend und nachvollziehbar informiert zu sein. Durch diese Information gewinnt man deutlich an Sicherheit im Umgang mit dem Thema. Dieses Buch ist für forensisch interessierte und forensisch arbeitende Psychiater und Psychologen empfehlenswert.