Read Verbotene Pflanzen: Psychoaktiv bis invasiv by Jean-Michel Groult Online

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Berauschende Geschichten politisch unkorrekter PflanzenOpulent bebilderte Kulturgeschichte verbotener PflanzenLebendige Portr ts von Pflanzen, deren Verbot die Welt gepr gt und ver ndert hatJean Michel Groult durchk mmt die Jahrhunderte auf der Suche nach den Beweggr nden, die dazu f hrten, dass Pflanzen wie Cannabis, Absinth, Koka, Peyote, Mohn, Iboga und Khat verboten wurden Die Zahl der psychotropen, abtreibenden, invasiven oder genver nderten Pflanzen scheint schier keine Grenzen zu kennen Ob sie verboten werden oder nicht, h ngt dabei ebenso sehr vom Land wie von der Zeit ab Die ausgew hlten Illustrationen des Buches zeugen von der Haltung der ffentlichkeit zu diesen Themen....

Title : Verbotene Pflanzen: Psychoaktiv bis invasiv
Author :
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ISBN : 9783800176144
ISBN13 : 978-3800176144
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Verlag Eugen Ulmer 26 September 2011
Number of Pages : 160 Pages
File Size : 561 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Verbotene Pflanzen: Psychoaktiv bis invasiv Reviews

  • Peter Hagen
    2018-11-25 15:29

    Jean-Michel Groult ' Verbotene PflanzenAllein der Titel dieses wunderbaren Buches fasziniert und das wird durch die gekonnte Aufmachung noch verstärkt. Beim einfachen Durchblättern findet man sich sehr schnell zurecht, weil die Kapitel für sich abgeschlossen sind, als Ganzes ist das Werk aber sehr schön gegliedert. Die einzelnen Pflanzen werden zunächst einmal botanisch sehr gut beschrieben, wobei Hinweise zur Wirkung und unterschiedlichsten Anwendungen hier nicht fehlen. Besonders spannend sind die kleinen Ausflüge in die Geschichte der Drogen, dieoftmals mit wunderbaren alten Postern als Bilder illustriert sind.Die Texte sind gut verständlich und man hat beim Lesen das Gefühl, hier wurde sehr gründlich recherchiert. Zum Thema 'verbotene Pflanzen' gibt es sicherlich eine ganze Reihe von Werken, die in der Regel rein wissenschaftlich gehalten sind. Obwohl man so etwas in diesem Buch keineswegs vermissen muss, hebt es sich von anderen Werken zu diesem Thema wohltuend ab, denn hier ist es gelungen alles Wissenswerte miteinander zu verbinden. Ein großer Teil des Buches wird der wohl bekanntesten Droge 'Cannabis' gewidmet. Viele unbekannte Pflanzen lernt der Leser in dem Kapitel 'Schamanenpflanzen' kennen und erfährt Wissenswertes zwischen Naturreligionen und Pflanzenwirkstoffen. Brandaktuell sind die sehr guten Beschreibungen über psychoaktive Pflanzen und Pilze. Insbesondere die Wirkungsweisen derartiger Drogen werden 'umwerfend' gut geschildert. Das gilt auch für die Abhandlungen über Frucht abtreibende Pflanzen und deren rechtzeitig ausgesprochene Anwendungsverbote. Absinth ist ein alkoholisches Getränk das aus Beifuß hergestellt wird. Der französische Autor hat dieser Droge ein ganz spezielles Kapitel gewidmet und die fatalen Auswirkungen in Frankreich damit sehr genau geschildert.Das Kapitel über invasive Pflanzen hätte größer ausfallen können. Aber der Leser erfährt zumindest um was es sich dabei handelt und klärt sehr schön auf, wie es überhaupt zu deren Verbreitung kommt und wie dem entgegen gewirkt werden kann. Im letzten Teil geht es dann um Pflanzen, die man nicht selber anbauen darf, allen voran der Tabak. Auch hier wieder wunderschöne Beschreibungen und Abbildungen aus der Werbung, die den Tabakgenuss, ganz im Gegenteil zur heutigen Zeit, eher glorifizierten. Am Ende des Werkes findet der Leser letztlich noch Texte über genmanipulierte Pflanzen und deren nach wie vor wenig erforschten Auswirkungen auf die Menschheit.Das Werk als ganzes gesehen ist ungeheuer lehrreich, weil es tiefe Einblicke in die Welt der nicht zugelassenen Pflanzen erlaubt, botanisches Wissen vermittelt und gleichzeitig unmissverständliche Warnungen ausspricht. Dem Autor ist zudem gelungen in einer Art Gradwanderung darzustellen, mit welcher Leichtigkeit Drogen in vergangenen Zeiten verwendet wurden, verknüpft mit den heutigen Verboten. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und liest sich unterhaltsam wie ein Kriminalroman.

  • M. W.
    2018-11-26 08:22

    Wie das "psychedelisch" anmutende Cover mit seiner Verwendung eines Motivs der LP-Hülle der Band "The Psychedelic Sounds" und Hanfblättern bereits andeutet, thematisiert dieses Buch "verbotener Pflanzen" hauptsächlich psychotrope Pflanzen. Das aus dem Französischen übersetzte Werk ist durch seine opulente Ausstattung mit großformatigen, oft auffallend bunten Abbildungen sehr ansprechend, ob es sich hierbei nun um Herbarbögen, Filmplakate, sonstige Plakatwerbungen, Gemälde, kolorierte Radierungen, Handschriften oder Fotos handelt.Die hier vorgelegte Kulturgeschichte verbotener Pflanzen ist aufgeteilt in die Kapitel "Cannabis" (33 Seiten), "Schamanenpflanzen" (37 Seiten), "psychoaktive Pflanzen und Pilze" (72 Seiten), "fruchtabtreibende Pflanzen" (9 Seiten), "Absinth" (21 Seiten), "invasive Pflanzen" (13 Seiten) - wobei invasive Pflanzen nicht unbedingt verboten sind - und "verbotene Feldfrüchte" (31 Seiten), zu denen im Buch auch genveränderte Pflanzen gerechnet werden. Innerhalb dieser Kapitel finden sich interessante Porträts diverser Pflanzen und deren ethnobotanischen Bezügen, die aus unterschiedlichen Beweggründen zumindest teilweise verboten waren oder sind. In unterhaltsamem Plauderton leitet der Autor durch viele Aspekte, die mit der Wirkung, vor allem aber der Einstufung solcher Pflanzen und Pilze verbunden sind.Süffisant merkt der Autor an, dass es zwar erlaubt ist, tödlich giftige Pflanzen im Garten zu haben wie z.B. den Eisenhut, aber es oft verboten ist, Psychotropika zu kultivieren.Jean-Michel Groult: Verbotene Pflanzen - psychoaktiv bis invasiv. Stuttgart (Verlag Eugen Ulmer) 2011, 168 Seiten, 212 Farbfotos, gebunden, ISBN 978-3-8001-7614-4.

  • Korkeiche
    2018-12-05 16:30

    Der Deckel des Buches ist sehr bunt, der Titel ist sehr schräg und die Inhaltsangabe ist beides. Eins sei hier vorneweg gesagt: Der Freund puritanisch wissenschaftlicher Schreibe, wird bei Jean-Michel Groult wohl kaum auf seine Kosten kommen. Trotzdem können ja auch Bücher ohne Quellenverzeichnis informativ und lesenswert sein; diesen Versuch unternimmt der französische Autor.Auf knapp 170 Seiten unternehmen wir eine reich bebilderte Reise durch das Reich der "Verbotenen Pflanzen". Beginnend bei Marihuana und Schamanenpflanzen, über psychoaktive Pflanzen und Pilze, fruchtabtreibende Pflanzen und Absinth kommt der Autor zu den invasiven Pflanzen und schließlich zu den verbotenen Feldfrüchten.Die Kapitel befassen sich mit geschichtlichen Informationen, botanischen Erläuterungen und kümmern sich intensiv um die Verbotsgeschichte der entsprechenden Pflanzen. Man erfährt, dass Alexandre Dumas und Victor Hugo Mitglied im "Club der Haschischesser" waren und bei wem es sich um die "grüne Fee" handelt. Dabei bezieht der Autor den gesamten Kosmos der Publizistik mit ein, um den Verboten auf die Spur zu kommen. Kinoplakate, Titelseiten und Gemälde geben sich die Klinke in die Hand und liefern sich mit skurrilen Fotografien ein fröhliches Wechselspiel. Überhaupt sind die Bilder gleichzeitig Stärke und Schwäche des Buches. Viele der Abbildungen bieten erfreulich oft Überraschendes über Marihuana oder Co. zu erzählen. Allerdings sind einige Fotografien erschreckend schlecht. Zu klein und zu wenig aussagekräftig. Dazu kommt der ausufernd häufige Gebrauch von schrägen Schriften und Bildanordnungen, die wohl den Eindruck eines besonders lässigen Buches hervorrufen sollen, aber auf die Dauer eher anstrengend sind. Besonders die angedeuteten halbtransparenten Klebestreifen an den Bildecken sind einfach des Schrägen zu viel. Wer auch noch über die humoristisch grenzwertigen Rätsel hinwegsehen kann, wird aber seine Freude an dem Buch haben.Der Ulmer-Verlag legt hier ein Buch vor, dass sich einem hochaktuellen Thema widmet. Das Buch ist nicht mit streng wissenschaftlichen Maßstäben zu bewerten und das sagt das Buch auch ganz deutlich. Vielmehr geht es um eine anekdotenhafte, kenntnisreiche Annäherung an die Drogen und Exoten der Vor - und Jetztzeit, die dem Leser bei der nächsten Gesprächsrunde, die eine oder andere überrascht hochgezogene Augenbraue eintragen dürfte.Ein Buch zum Lesen, aber auch zum Stöbern und Durchblättern als leichte, aber dennoch informative Lektüre über die Pflanzen der Halbwelt. Die teilweise schlechten Fotografien und die überstrapazierte Typografie des Schrägen trüben den Gesamteindruck, sind aber zu verzeihen.