Read Fragile Mitte – Feindselige Zustände: Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014 by Ralf Melzer Online

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Welche Einstellungen bestehen im Hinblick auf Demokratie und den Umgang mit schwachen gesellschaftlichen Gruppen Inwieweit geh rt Gewaltbilligung und bereitschaft zum Syndrom extrem rechter Orientierung Existiert in der Bev lkerung ein Problembewusstsein f r den Rechtsextremismus u ert sich die Abwertung anderer auch gegen ber der EU und den von der derzeitigen Krise besonders betroffenen L ndern S deuropas Rechtsextremes Denken ist Ausdruck von Menschenfeindlichkeit In welchem Ausma rechtsextreme Einstellungen in der Bev lkerung verbreitet sind, zeigen regelm ige repr sentative Erhebungen, die von der Friedrich Ebert Stiftung seit 2006 in Auftrag gegeben werden Durch die Zusammenarbeit mit dem Institut f r Interdisziplin re Konflikt und Gewaltforschung an der Universit t Bielefeld wird das Analysemodell der Gruppenbezogenen Menschfeindlichkeit in die neue Mitte Studie der Friedrich Ebert Stiftung integriert Mit Beitr gen von Eva Gro , Andreas H vermann, Beate K pper, Madlen Preu und Denis van de Wetering....

Title : Fragile Mitte – Feindselige Zustände: Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014
Author :
Rating :
ISBN : 3801204588
ISBN13 : 978-3801204587
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Dietz, J H Auflage 1 20 November 2014
Number of Pages : 175 Seiten
File Size : 697 KB
Status : Available For Download
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Fragile Mitte – Feindselige Zustände: Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014 Reviews

  • Dr.Frank Wolfram Wagner
    2019-07-22 22:14

    Eine quantitativ-empische Datenanalyse, die kann auch für qualitativ- empirische Phänomenologen aufschlussreich sein. Besonders interessiert hat mich beim Durchlesen zunächst aber das Glossar, das definitorisch hervorragend ist.Welche Phänomene beschreiben den Menschen in einer auseinanderfallenden Gesellschaft der " fragilen Mitte?" -Zunächst das Phänomen der Ungleichwertigkeit. Aus dem Gefühl der Ungleichwertigkeit folgt die Macht des Vorurteils der Minderwertigkeit gegenüber Gruppen. Behinderte werden nur am Rande erwähnt, es geht dem Autorenkollektiv um Vorurteile gegenüber Migranten, Asylbewerbern, Flüchtlingen. Im Gegensatz zum Ressentiment ist das Vorurteil eine feste Position. Die Betroffenen müssen mit dem Vorurteil,das ihnen immer begegnen wird, leben lernen. Das steht aber nicht in dieser Publikation. Fragile Mitte ,ein treffender Begriff oder, wie Prof Zick schon 2012 in der TAZ sagte: DIE DEMOKRATISCHE BASIS WIRD SCHWÄCHER: Das gilt mindestens genauso für Schwerbehinderte. Werden doch,zB ,akademische Scxhwerbehinderte fast grundsätzlich nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, um diese eventuell einzustellen, sondern,weil die Gesetzgebung eine Einladung vorschreibt. Asylbewerber sind genauso wenig willkommen. Die Frage ist nur, ob dies erst durch teure Forschungsdrittmittel quantitativ erneut bewiesen werden muss. Ich plädiere ganz klar für mehr qualitativ - empirische Forschungen und Forschungsgelder hierfür. Denn was zählt; das fehlt in diesem Buch. Wie fühlt ,wie denkt der Schwerbehinderte,der Asylbewerber konkret? -Dann wüssten wir wahrscheinlicher, warum die Gesellschaft immer diffuser wird. Wilhelm Heitmeyer hat in seiner zehnjährigen Langzeitstudie über deutsche Zustände publliziert. Nun wäre es an der Zeit, endlich einmal mit den Forschungsobjekten ausführlich zu sprechen mittels qualitativer Interviews.Trotzdem, der Begriff :MARKTFÖRMIGER EXTREMISMUS; Hiermit benennt Andreas Hövermann in seinem Beitrag ein ganz wichtiges und neues Phänomen.

  • Tobias Krause
    2019-07-31 00:22

    Ich habe dieses Buch bestellt, weil der Titel mir die Bestätigung meiner Eindrücke versprach: dass rechtsextreme Einstellungen in großen Teilen der deutschen Gesellschaft weit verbreitet sind.Zunächst ist das Buch sehr statistisch und zahlenverliebt. Wer eine flüssig zu lesende Beschreibung der gesellschaftlichen Mitte erwartet, sei vorgewarnt: tatsächlich werden viele Zahlen und Zusammenhänge recht spröde-statistisch erläutert, es handelt sich eben um eine Studie. Die Autoren sind die ermüdende Aneinanderreihung von statistischen Auswertungen sicher gewohnt, aber für den Durchschnittsleser ist das vielleicht eher nichts.Zudem empfand ich viele Interpretationen der Autoren als ziemlich hanebüchen und zu offensichtlich von der eigenen Weltsicht beeinflusst. An vielen Stellen konnte ich den Zahlen eben gerade nicht die Interpretation entnehmen, die Mitte der Gesellschaft sei durch rechte Meinungen fragil. Sicher belegen einige der Zahlen, dass es für bestimmte rechte Ansichten durchaus eine breitere Zustimmung auch in der Mitte der deutschen Gesellschaft gibt. Allerdings malen die Autoren ein derart zugespitztes Bild und ziehen diesen Rückschluss selbst aus recht harmlosen Zahlen, so dass für mich der Eindruck entsteht, diese Ergebnisse dienen tatsächlich nur der Bestätigung der eigenen Weltsicht - oder dem Verkauf des Buches. An vielen Stellen fand ich die Rückschlüsse und Interpretationen sogar überhaupt nicht nachvollziehbar und ziemlich platt.Auf mich wirkten die Ergebnisse der Studie beruhigender, als es Buchtitel, Buch-Beschreibung und Autorentexte vermuten ließen. Damit habe ich weniger das Problem (ganz im Gegenteil), wohl aber damit, dass meiner Meinung nach in diesem Buch ein Bild von einer durch rechte Ansichten fragilen Gesellschaftsmitte konstruiert wird, das einer näheren Betrachtung in dieser hysterischen Zuspitzung nicht standhält.