Read Auf dem Weg zur deutschen Einheit. 6 CDs + mp3-CD: Bilanz und Ausblick by RADIOROPA Hörbuch - eine Division der TechniSat Digital GmbH Online

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Heute kann von einem Aufholprozess des Ostens keine Rede mehr sein Die Wertsch pfungim Osten liegt bei weniger als zwei Dritteln ohne die Finanztransfers aus dem Westen l gesie nur bei der H lfte Immer noch hat die gro e Mehrheit der Deutschen nicht verstanden,dass die Zukunftsf higkeit unseres Landes entscheidend davon abh ngen wird, ob undwie schnell es uns gelingt, im Osten des Vaterlandes ann hernd gleiche konomischeBedingungen herzustellen wie im Westen Was also ist zu tun Wir brauchen f r dieWirtschaft im Osten eine besondere, allein den Osten beg nstigende wirtschaftspolitischeAnstrengung Daf r liegen mindestens drei Vorschl ge auf dem Tisch, die der gleichzeitigenVerwirklichung bed rfen Helmut Schmidt...

Title : Auf dem Weg zur deutschen Einheit. 6 CDs + mp3-CD: Bilanz und Ausblick
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ISBN : 3866672918
ISBN13 : 978-3866672918
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : RADIOROPA H rbuch Auflage 1., 28 August 2006
Number of Pages : 404 Pages
File Size : 794 KB
Status : Available For Download
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Auf dem Weg zur deutschen Einheit. 6 CDs + mp3-CD: Bilanz und Ausblick Reviews

  • Christian Günther
    2019-08-02 05:29

    dann wären einige Probleme wahrscheinlich inzwischen gelöst oder zumindst abgemildert. Dieses Buch versammelt in chronologischer Folge öffentliche Reden, Aufsätze aus der Wochenzeitung "Die Zeit" und Kapitel anderer Schriften von Helmut Schmidt zum Thema Entwicklung der Deutschen Einheit von 1989 bis 2005 und endet mit einem damals aktuell für dieses Buch hinzugefügten Ausblick des Autors, natürlich wieder mit klarer Aufforderung das gebotene umzusetzen. Somit ensteht ein historisch wertvoller Überblick über die Entwicklung und leider auch die Versäumnisse der ersten 15 Jahre nach Vereinigung Deutschlands, aus dem Blickwinkel der Tagesaktuallität, nicht rückblickend. Wie ein roter Faden zieht sich, bei aller wohl begründeten Kritik, die Dankbarkeit für die (unblutig) erlangte Einheit unseres Volkes, unserer Nation. Helmut Schmidt wäre nicht Helmut Schmidt, würde er für jede Fehlentwicklung die er (oft lange vor anderen) erkennt, jede Kritik die er unverstellt zum Ausdruck bringt, nicht auch einen Lösungsweg benennen können. Dies tut er, dies tut er ausführlich, dies tut er verständlich und mit dem Wissen von heute, erkennt der Leser, daß alles, was er 1990, 1992 oder 1995 usw kommen sah, auch tatsächlich eintrat. Nicht weil er seherische Fähigkeit besitzt, sonder weil er seinen Verstand gebraucht! Und man fragt sich, hat diese Beiträge damals niemand der politisch Aktiven gelesen oder verstanden? Schmidt ist niemals selbstgerecht. Es wäre Unsinn zu behaupten, ein Kolossalereignis wie der Zusammenbruch eines Systems und die daraus möglich gewordene Vereinigung zweier völlig unterschiedlicher Staaten, wäre fehlerfrei zu meistern. Für solche Ereignisse gibt es keinen Plan, darauf kann sich keine Regierung vorbereiten. Darauf geht er auch wiederholt ein, äußert klares Verständnis und kritisiert da auch nicht. Doch es gab die Fülle an vermeidbaren Ungeschicklichkeiten, größenwahnsinniger Überschätzung und mangelnden Mut zur Offenheit und daraus resultierender Fehlentscheidungen, die z.B. nachhaltig zur anhaltend hohen Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern beitrugen und die Jahr um Jahr nicht angegangen wurden und werden. Sehr lesenswert.

  • ihimmelreich02
    2019-08-03 22:28

    Herr Schmidt überrascht einem immerwieder, durch seine Gedanken, welche er in seinen werken ausdruck verleiht.So auch in diesem umfangreichen Werk auf CD.Weiter so.5 Punkte

  • Michael Dienstbier
    2019-08-04 02:22

    ...der gilt ja bekanntermaßen nicht viel. In dem Buch „Auf dem Weg zur deutschen Einheit“ finden sich 16 Beiträge des fünften Kanzlers der BRD zum Thema Einheit. Der erste Beitrag ist ein am 5. Dezember 1989 in der ZEIT veröffentlichter Artikel, der letzte ein kurz vor der Bundestagswahl diesen Jahres verfasster Essay mit dem vielsagenden Titel „Es ist noch nicht zu spät“.Die chronologische Anordnung der Zeitungsartikel, Reden und Interviews gibt einen exzellenten Einblick in den Prozess der deutschen Einigung und natürlich vor allem Schmidts Ansichten hierzu. So warnte er bereits im März 1990, dass „je besser der Umtauschkurs von Mark (Ost) in D-Mark, um so größer und schneller die Arbeitslosigkeit“ (40). Doch nur vier Monate später kam die 1:1 Umstellung, die Schmidt, wie er immer und immer wieder festhält, für den größten Fehler von Helmut Kohl hält, begangen aus wahltaktischen Motiven.Im Mai 1991 beginnt er mir der teils äußerst polemischen Kritik an den politisch Verantwortlichen. „Aber wem eigentlich kann es Mut machen, wenn der Bundeskanzler heute noch in Halle und Erfurt seine wirtschaftlichen Illusionen verkündet?“ (63), hält er Helmut Kohl vor. Der gesamten Regierung attestiert er „ökonomische[.] Inkompetenz“ sowie „Schonfärberei“ (65). Noch deutlicher wird er im Februar 1992 als er der gesamten politischen Klasse „dilettantische Beschränktheit der Urteilskraft“ (89f.) vorhält. Auch die FDP, seit dem Seitenwechsel von 1982 Schmidts Lieblingsgegner, bekommt ihr Fett weg. Im Februar 1993 wettert er gegen den „puristische[n] marktwirtschaftsideologische[n] Wahn eines freidemokratischen Wirtschaftsministers“, der sich vielmehr durch „Polemik und Propaganda“ (118) als durch wirtschaftliche Kompetenz auszeichne. Schmidts Fazit zu diesem Zeitpunkt: „Das soll ein blühendes Land sein? Nein – so haben wir uns die Vereinigung unseres Landes wirklich nicht vorgestellt!“ (109)Doch Schmidt belässt es nicht bei reiner Kritik sondern wiederholt immer wieder seine Vorstellungen um die (wirtschaftliche) Einigung Deutschlands in Gang zu bringen. Diese Vorschläge fasst Schmidt in seinem abschließenden Essay zusammen und können auf Seite 219 nachgelesen werden.Fazit: Sicherlich, man könnte Schmidt Besserwisserei vorwerfen, da er ja damals nicht in politischer Verantwortung gewesen ist. Dennoch, liest man seine messerscharfen Analysen und die daraus resultierenden Vorschläge so wünscht man sich, dass 1989 nicht der Helmut aus Oggersheim sondern der Helmut aus Hamburg Kanzler gewesen wäre!