Read Spiel mit der Wirklichkeit: Zur Entwicklung doku-fiktionaler Formate in Film und Fernsehen (Close up / Schriften aus dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart) by Kay Hoffmann Online

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Doku Drama , Doku Fiktion , Living History , Doku Soap es gibt viele Begriffe, um das komplexe Ph nomen doku fiktionaler Fernsehformen zu umschreiben Seit den 1990er Jahren boomen sie auch im deutschen Fernsehen Entwickelt wurden diese innovativen Fernsehformen zumeist im angloamerikanischen Fernsehen speziell bei der BBC Das vorliegende Buch ist die erste Monografie zu den neuen hybriden TV Formaten in Deutschland Deutsche und britische Medienwissenschaftlern untersuchen darin Geschichte und sthetik der Wechselspiele von Dokumentation und Fiktion in Fernsehen und Film Es umfasst thematische Ans tze der Analyse sowie Beitr ge, die starken Bezug auf die Gestaltung hybrider Fernsehformate nehmen Die Analysen der Filmforscher werden durch zahlreiche Interviews mit wichtigen Produzenten und Redakteuren aus Deutschland und England erg nzt Damit liegt zugleich ein umfassendes Handbuch zum Thema Doku Drama Fiktion in dokumentarischen Fernsehformaten vor....

Title : Spiel mit der Wirklichkeit: Zur Entwicklung doku-fiktionaler Formate in Film und Fernsehen (Close up / Schriften aus dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart)
Author :
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ISBN : 3867642575
ISBN13 : 978-3867642576
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch, Englisch
Publisher : UVK Verlagsgesellschaft Auflage 1 Auflage 18 April 2012
Number of Pages : 428 Seiten
File Size : 976 KB
Status : Available For Download
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Spiel mit der Wirklichkeit: Zur Entwicklung doku-fiktionaler Formate in Film und Fernsehen (Close up / Schriften aus dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart) Reviews

  • Fuchs Werner T. Dr
    2019-04-23 04:49

    Die mit dem Klappentext identische Kurzbeschreibung verspricht dem Leser die erste Monografie zu den neuen hybriden TV-Formaten in Deutschland. Das mag vielleicht in dem Sinne zutreffen, als ich tatsächlich kein Werk kenne, das sich auf über 400 Seiten ausschließlich dem Phänomen doku-fiktionaler Fernsehformen widmet. Aber wer noch immer davon ausgeht, dass Monografien aus der Feder einer einzigen Person stammen, muss in diesem Fall umdenken. Denn außer Kay Hoffmann kommen noch weitere Autoren zu Wort. Auch solche, die in Englisch denken und schreiben. Allerdings muss der Leser wissen, dass er diese acht Beiträge selber übersetzen muss.Warum die drei Herausgeber nicht mehr Kollegen anfragten, sich zu einzelnen Aspekten des Themas zu äußern, geht aus der knappen Einführung nicht hervor. Bei Themen, in denen andere Experten mehr zu Hause sind als Kay Hoffmann, hätte ich deren Meinung jedenfalls gerne gehört. Oder dann hätte ich wenigstens ein kommentiertes Literaturverzeichnis erwartet. Aber das Konzept ist nun eben so, wie es ist.Die 28 Aufsätze sind in fünf Kapitel geordnet, die da lauten: Einführung ' Dokument und Fiktion im Spiel- und Dokumentarfilm ' Entwicklung hybrider Formate ' Doku-Drama und historisches Re-Enactment ' Ausblick. Der Anhang enthält die Kurzbiografien der Autoren, eine ausführliche Literaturliste und den Filmindex in Form eines alphabetischen Registers. Da die Herausgeber einen wissenschaftlichen Anspruch haben, gibt es in Fußzeilen auch 400 Anmerkungen.In vielen Aufsätzen kommt die Frage zur Sprache, wie weit Drehbuchschreiber, Produzenten und Regisseure den Zuschauerwunsch nach Unterhaltung erfüllen sollen und dürfen. Dabei wird bei den vielfältigen Antworten auch immer wieder auf die Quoten verwiesen. Oder anders gesagt: Nur was gesehen wird, kann bewegen. Und was nicht bewegt, hinterlässt keine Spuren. Die Entwicklung dieser nur scheinbar neuen Formate zeigt aber auch, dass der Anteil an Infotainment stark vom gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Umfeld abhängt. Gewisse Spielereien konnte sich Andy Warhol nur erlauben, weil es damals als schick galt, stundenlang die gleiche Einstellung zu sehen. Hinzu kommt, dass sich Wirklichkeiten mit modernen Techniken sehr viel einfacher konstruieren lassen als früher.Welche Klüfte sich bei der Informationsvermittlung zwischen Filmemacher und ihren Rezensenten noch heute auftun, zeigt nicht zuletzt dieses Buch. Während sich selbst bei den öffentlich-rechtlichen Sender langsam durchsetzte, dass die Wissenschaft moderne Kommunikationsformen übernehmen muss, sind Verfasser von solchen Büchern offenbar noch immer der Meinung, ein leserfreundliches Layout, geschliffener Stil, ausgewähltes Bildmaterial und Storytelling seien lediglich etwas für die Unterhaltungsbranche.Mein Fazit: Die Herausgeber dieser 'Monografie' liefern zwar interessante Inhalte, bereiten diese aber leider nicht gerade leserfreundlich auf. Zudem hätten sich inhaltliche Wiederholungen leicht vermeiden lassen. Schade, dass sich Kay Hoffmann, Richard Kilborn und Werner C. Berg davor scheuen, ihr Handbuch so zu konzipieren, dass es ein grösseres Publikum erreicht. Schon ein Fazit nach jedem Aufsatz wäre für die Leser eine willkommene Hilfe. Gäbe es ein Konkurrenzprodukt, das dem Formalen mehr Aufmerksamkeit schenken würde, hätte ich mich nicht für vier Sterne entschieden.