Read Faustrecht by Andreas Kuhlmann Online

faustrecht

AutorenkommentarPraxisbuch, in welchem der Analyse die Hilfestellung folgt.Gewalt an Schulen, nach wie vor ein hei es Thema Die Diskussion pendelt zwischen Rat und Hilflosigkeit und strammen Law and Order Parolen, hysterischer bertreibung und verharmlosendem Abwiegeln An den allt glichen Problemen vor Ort , mit denen sich Eltern und Lehrer auseinanderzusetzen haben, gehen diese Debatten meist vorbei Hier wird ohne falsche Aufgeregtheit, doch mit der engagierten Stellungnahme eines Praktikers angesetzt Indem die Ergebnisse der wissenschaftlichen Gewaltdiskussion mit den Lebenswelten Jugendlicher in Verbindung gesetzt werden, gelingt es, sich dem Ph nomen Gewalt im Detail zu n hern Es werden die Bedingungen durchforstet, mit denen Kinder und Jugendliche in Schule, Familie und Freizeit zu tun haben, explizit nach gewaltf rdernden und gewaltvermindernden Faktoren Dabei werden auch die Medien kritisch unter die Lupe genommen Au erdem werden die Ursachen und Erscheinungsformen des erstarkten Neofaschismus durchleuchtet und der Frage nachgegangen, was rechtsextreme Lebenszusammenh nge f r Jugendliche attraktiv macht In einem ausf hrlichen praxisorientierten Teil bietet der Autor mit vielf ltigen Vorschl gen und Anregungen konkrete Hilfestellungen f r gewaltfreiere Konfliktl sungen und Gewaltpr vention in Schule, Familie und Freizeit Eine umfassende kommentierte Literatur und Materialliste gibt weitere Handreichungen f r die Praxis....

Title : Faustrecht
Author :
Rating :
ISBN : 3894381485
ISBN13 : 978-3894381486
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Papyrossa Verlagsges 1999
Number of Pages : 162 Pages
File Size : 773 KB
Status : Available For Download
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Faustrecht Reviews

  • None
    2019-05-29 11:07

    Dieser Autor weiß, wovon er spricht, wenn er sich des Themas „Faustrecht - Gewalt in Schule und Freizeit" annimmt. Andreas Kuhlmann, Jahrgang 1961, stammt aus Detmold und ist nicht nur Lehrer in Berlin (Konrektor an einer kombinierten Grund- und Realschule), sondern mit einer halben Stelle auch "Gewaltbeauftragter der Evangelischen Schulen in Berlin-Brandenburg".Kuhlmann beschränkt sich nicht darauf, Ursachenforschung zu betreiben, woher Gewaltbereitschaft kommt, was sie fördert, warum sie (gerade) in der Schule aufbricht und wieso sie gerade in Kreisen Rechtsextremer eine Heimat hat. Der Praktiker baut kein völlig neues Gedankengebäude auf, bringt aber viele Erkenntnisse in klarer Sprache auf den Punkt. In mehreren Kapiteln seines im Kölner Verlag „Papyrossa" erschienen, gut 150 Seiten starken Buches gibt er ganz praktische Hinweise - bis hin zu einer Verhaltens-Checkliste, die für Heranwachsende und Erwachsende gleichermaßen Gültigkeit haben kann.Und der Pädagoge richtet eine Forderung an die Adresse der Politik: „Es wäre dringend geboten, dass von politischer Seite ein vielfältiges, weitgefächertes und territorial verbreitetes Angebot zur sinnstiftenden und verantwortungsvollen Freizeitgestaltung sichergestellt würde". Kuhlmann begründet auch schlüssig, warum das notwendig ist: „Gerade im Freizeitbereich können die Gegengewichte gesetzt werden, die die Jugendlichen brauchen, um weniger fern- und videozusehen, oder aber um die dabei gemachten Erfahrungen anhand der Realität zu überprüfen."Als einen bedeutsamen Faktor, der zur Entstehung von Aggression und Gewalt beiträgt, hat Kuhlmann die „Entsolidarisierung" oder den „Bedeutungsverlust sozialer Milieus" ausgemacht, Kuhlmann bringt das Beispiel der sogenannten Intercity-Familie; „Vater holt nach der Arbeit die Tochter zum Schwimmen ab, fährt selbst zum Krafttraining, trifft anschließend Mutter, die den Sohn vom Ballet mitbrachte, an Vater übergibt, der ihn dann zum Tanzkurs bringt, während er selbst Canasta spielen geht und die Mutter zum Polo verabschiedet, die auf dem Weg dorthin die Tochter beim Rugbyverein abgibt usw., und abends gegen halb zehn trifft sich alles zum gemeinsamen Gute-Nacht-Kuss in der Wohnung - und das war`s ..."Laut Kuhlmann fehlt Zeit für den kommunikativen Austausch - mithin für Erziehung. Die Folge: Psychische Deformationen und Frustrationen bei den Heranwachsenden. Kuhlmann ist nur beizupflichten, wenn er festhält: "Wenn also Gewalttäter seelisch schwache Menschen sind, die vielfache Hilfen nötig haben, dann müssen wir dafür Sorge tragen, dass Emotionalität, Selbstvertrauen, Kreativität, Körpererfahrung und Zukunftschancen Raum finden in allen Lebensbereichen von Kindern und Jugendlichen."

  • None
    2019-06-06 08:59

    Wer sich mit dem Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen beschäftigen will oder gar muss, dem wird hier ein Werk empfohlen, wie es ein zweites kaum gibt! Der Autor versteht es, die (wissenschaftlich-)theoretischen Grundlagen in allgemein-verständlicher Form darzustellen und diese mit seinen manigfaltigen Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit zu verknüpfen und anhand anschaulicher Beispiele zu erläutern.Von diesem Buch hat jede/r Leser/in Vorteile: der erste, theoretische Teilkann ebenso allein gelesen werden, wie der ausführliche zweite Teil, der viele praktische und realisierbare Hilfen bietet (von der umfangreichen, kommentierten Literatur- und Materialliste profitieren einfach alle!!!). Durch diesen Aufbau erspart uns der Autor die mühselige Suche nach Einzelwerken zum Thema.Lesenswert werden die knapp 150 Seiten gerade dadurch, weil der Autor stets bemüht ist, nach dem Grundsatz "soviel wie nötig - sowenig wie möglich" zu schreiben, und - weil ein erfahrener Praktiker berichtet, der seine positive Hinwendung zu Kindern und Jugendlichen, seine professionelle Haltung und seine Liebe zum Beruf in nahezu keinem Satz verheimlichen kann.

  • None
    2019-06-21 06:20

    Kurz,bündig und doch umfassend wird dem Phänomen Gewalt auf die Spur gekommen.Der Autor muß ein Praktiker sein.Vorbeugung,Bearbeitung und Nachbearbeitung von Gewaltproblemen werden sehr anschaulich dargestellt.So das dieses Werk für die praktische Arbeit ein muß ist.Sogar die kommentierte Literaturliste ist noch eine Hilfestellung.Man kann nur hoffen,dass der Autor ein weiteres Buch folgen lässt.