Read Deutschland, deine Lehrer: Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet by Christine Eichel Online

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Aufopferungsvolle P dagogen, faule Beamte oder S ndenb cke einer verfehlten Bildungspolitik was sind Lehrer heute Deutschlands Lehrer sind besser als ihr Ruf aber sie werden von der Politik allein gelassen, von der bergro en Anspruchshaltung der Eltern berfordert und an den Hochschulen mangelhaft auf die Praxis vorbereitet ber die H lfte der Lehrer steht stark unter Stress und klagt ber von emotionale Ersch pfung Auf der Basis neuer Konzepte von P dagogen, Bildungsexperten und Hirnforschern zeigt Christine Eichel Wege auf, wie der Beruf des Lehrers deren Wirken f r den Lernerfolg der Sch ler das wichtigste Moment berhaupt ist neu bestimmt werden kann....

Title : Deutschland, deine Lehrer: Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet
Author :
Rating :
ISBN : 3896675168
ISBN13 : 978-3896675163
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Karl Blessing Verlag 31 M rz 2014
Number of Pages : 190 Pages
File Size : 692 KB
Status : Available For Download
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Deutschland, deine Lehrer: Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet Reviews

  • Daniela Gross
    2019-08-05 01:14

    Leider kann ich keinen der Vorwürfe der Autorin nachvollziehen. Es werden alle Lehrer denunziert und das offenbar aufgrund schlechter Recherche.In Baden-Württemberg werden Grundschul- und Sekundarstufen I-Lehrer pädagogisch, didaktisch hervorragend ausgebildet. Ebenfalls erhalten sie vielseitige Einblicke in für die Pädagogik relevante Felder der Psychologie. Während des Studiums werden mehrerer längere Praktika absolviert in denen die Studierenden Erziehung, Lernen, Pädagogik und Fachdidaktik reflektieren und mit erfahrenen Lehrkräften diskutieren. Ohne Kommunikation und ohne ein eingsepsieltes Kollegium funktioniert keine Schule. Lehrer kommunizieren an "Mittelschulen" mittlerweile sehr intensiv miteinander. Auch im Bereich der Elternarbeit wird hier teilweise hervorragende Arbeit geleistet. Lange Telefonate und Einzelgespräche sind an der Tageordnung. Ebenfalls wird bei Problemen im sozialen/psychotherapeutischen Bereich eng mit den Jugendämtern kooperiert.Viele Schulen haben hierzulande mittlerweise Konzepte entwickelt die eine Beziehungskultur mit einer klaren Erziehungsphilosophie koppeln und in der die Schüler als Personen/Persönlichkeiten im Mittelpunkt stehen. Nicht nur die Leistungen sind bei Gesprächen Thema, sondern auch die personalen/sozialen Kompetenzen der Kinder, sowie die persönliche Entwicklung.Eltern haben heutzutage andere Ansprüche an die Schule, sie fühlen sich selbst immer weniger für die Erziehung der Kinder verantwortlich.Wer sich mit dem Themenfeld Pädagogik beschäftigt weiß, dass 4 Begriffe unmittelbar miteinander in Verbindung stehen:Erziehung - Lernen - Bildung - Sozialisation.Die Autorin zeigt an vielen Stellen des Buchs, dass sie sich damit wenig beschäftigt hat und sie nur aus einem Blickwinkel her die Schule betrachtet.Die sogenannten Helikopter-Eltern werden verharmlost dargestellt und als Phänomen beschrieben dass es nur in der Schule gibt. Leider weiß ich sehr gut, dass dies auch in Vereinen, Kinderferienprogrammen, Kindergärten und der Kinderkirche beobachtet wird.Auch wenn die Autorin Lehrer zitiert die aggressive Verhaltensweisen von Kindern beobachten und diese als Rüpel und wenig empathisch beschreiben, scheint das in ihren Augen nur durch den nicht zeitgemäßen und unmotiviert vorbereiteten und zu wenig individuellen Unterricht verursacht zu werden. Leider zeigen Kinder dieses Verhalten auch bei Sportveranstaltungen oder Training im Verein und schon im Kindergarten.Alles in allem ein schlecht recherchiertes und wenig konstruktiv kritisches Buch.

  • aggu11
    2019-08-17 18:51

    Das Buch liest sich als großes Plädoyer für eine Schule, die sich durch eine intakte Beziehungskultur zwischen Lehrer und Schüler auszeichnet. „Bildung durch Bindung“ – wie oft zu lesen...Doch zu allererst möchte ich noch loswerden, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Viele impulsive Gedankenanstöße, Ideen, markante Aussagen, interessante Zitate, die zu tieferem Nachdenken anregen. Einfach auch viele Wahrheiten, die es auf den Punkt bringen.Ich bin seit 2 Jahren fest im Schuldienst tätig, verbeamtet sozusagen, bin 28 Jahre, nehme meinen Job sehr ernst und gebe täglich mein Bestes. Dabei sehe ich mich immer noch im Lernprozess und versuche täglich mich zu verbessern – Neues zu lernen. Ich hoffe, dass ich diese Haltung ein Leben lang beibehalten werde.Schnell merkt man jedoch, dass man mit dieser Einstellung „möglichst alles gut/sehr gut zu machen“ sehr schnell an seine persönlichen Grenzen stößt. Die „Erarbeitung“ (eigentlich im wahrsten Sinne des Wortes) einer befruchtenden Beziehung zum Schüler bedeutet vor allem eins: die Aufwendung von individuell zugerichteter Zeit bzw. Aufmerksamkeit. Und die fehlt schlicht und einfach. Bei 27 Wochenstunden à 45 Minuten, 5 verschiedenen Klassen, 120 Schülern wären das gut 10 Minuten pro Schüler pro Unterrichtswoche. Wenn man jedem Einzelnen gerecht werden wollte... und jeder Einzelne hat es verdient oder?Die Idee einer motivierenden, menschlichen Beziehung zum Schüler, sodass eine Art win-win-Situation entsteht, finde ich überwältigend und erstrebenswert, aber genauso weltfremd und utopisch. In Einzelfällen gelingt es, in den meisten jedoch wird es eine reine Zweckbeziehung bleiben. Davon abgesehen, dass man sich kaputtmachen würde, wenn man zu all seinen Schülern eine gute intakte Beziehung hätte. Lehrer sind nämlich – wie von der Autorin auch treffend erkannt – auch nur Menschen. Wenn ich eine Beziehung aufbauen und pflegen will, muss ich genug Zeit, Empathie, Mitgefühl und vor allem Geduld mitbringen. Das kostet Kraft und man gibt dabei immer ein Stück von sich selbst, ein Stück von seiner Seele, sonst ist es unauthentisch und läuft – wie vom perfekten Mimen- und Gestenkenner Schüler bereits erkannt – ins Leere. Selbst in Anbetracht einer einzigen Klasse als Klassenlehrer fast unmöglich.Frage einen Familienvater (nicht im pädagogischen Bereich tätig), nach der dreistündigen 8. Geburtstagsparty seines Sohnes in der eigenen Wohnung mit 12 anderen Gleichaltrigen nach seinem Wohlbefinden.Was zermürbt, ist der tägliche, permanente, ungefilterte, habenwollende Sozialkontakt der Heranwachsenden. Man kann Kinder über alles lieben, in übertriebenem Maße kann er irgendwann krank machen.Demnach wird man sich als Lehrer immer unbewusst die etwas übertriebene, aber nicht minder existentielle Frage stellen: Setze ich mein eigens Leben für Andere aufs Spiel? Wie wir wissen, ist sich jeder selbst am nächsten. Oft scheitert die Schüler-Beziehungspflege also an den eigenen Grenzen der Beziehungsfähigkeit.Es hilft aber ungemein, wenn man sich selbst als Lehrer nicht so ernst nimmt, sich öfters auch „nur“ als Lernbegleiter sieht und seine Motivation aus positiven Einzelfällen herauszieht. Die Erkenntnis, dass der Einfluss auf die Schülerschaft nicht immer so groß ist wie gedacht/erhofft, kann einem den Arbeitsalltag erleichtern. Eindeutiges Grenzziehen: wo liegt mein Verantwortungsbereich und wo hört er auf, verbunden mit einer ernsthaften mit Leichtigkeit verbundenen Haltung den Schülern gegenüber, erhöht die Arbeitszufriedenheit.Der Untertitel „Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet“ klingt daher etwas zu polemisch. Schule, Lehrer sollen sich wichtig, aber nicht zu wichtig nehmen. Das Leben ist mehr als das Unterrichten im Klassenzimmer. Diesen Druck von den Schultern der Lehrer zu nehmen (nicht zu verwechseln mit „auf die leichte Schulter nehmen“), kann meiner Meinung nach mehr Energien freisetzen und Kreativität fördern als jede Wichtigtuerei.Was ich aus dem Buch mitnehme ist klar: Suche den Draht zu deinen Schülern, dass ist der Schlüssel zu der intrinsischen Motivation für ein lebenslanges Lernen. Des Weiteren muss ich noch etwas loswerden: dass der Stellenwert des Lehrers in den Augen des Schülers immer noch hoch ist und dass die Schüler neben einer Beziehungsperson immer auch eine unverrückbare, natürlich autoritäre, klare objektive Konstante in einem Leben, das immer mehr Möglichkeiten und Unsicherheiten mit sich bringt, suchen. Beziehungen sind aber immer subjektiv. Und wo Subjektivität anfängt, hört Gleichberechtigung auf. Ein Dilemma sozusagen...Beenden möchte ich mit einem Zwischen-den-Zeilen-Gelesenen aus dem Buch: Packe dir an die eigene Nase und packe es an (und rede nicht nur darüber)!