Read Losing my Religion: Die Mormonen und ich by Eric T. Hansen Online

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Losing my Religion ist teils Essay ber die radikale Theologie der Mormonenkirche und teils liebevoller Blick zur ck auf eine spirituelle Heimat und die schmerzhafte Erfahrung, sie zu verlieren und nach einem neuen Sinn in einem Leben ohne Gott zu suchen Als ich meinem Glauben den R cken kehrte, kam ein endlos tiefes Gef hl von Verlust ber mich, und alles, was am Leben sch n war dass Gott ber uns wachte, sein Versprechen, dass wir zu ihm zur ckkehren k nnten, die N he zu ihm all das war pl tzlich weg Und ich musste einen anderen Sinn im Leben finden Der deutschsprachige, amerikanische Autor Eric T Hansen Planet Germany , Neunt ter erz hlt, warum er die Kirche der Mormonen noch heute liebt und bewundert, und doch den Glauben daran verlor und was er stattdessen gewonnen hat....

Title : Losing my Religion: Die Mormonen und ich
Author :
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ISBN : 3946213111
ISBN13 : 978-3946213116
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Hula Ink Auflage 1 21 September 2017
Number of Pages : 176 Seiten
File Size : 592 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Losing my Religion: Die Mormonen und ich Reviews

  • Nyarlathotep
    2018-12-01 11:48

    Im Grunde ist das eine paradigmatische Geschichte über den Verlust des Glaubens in den westlichen Ländern. Das, was Eric T. Hansen hier sehr persönlich erzählt, ist mir auch passiert. In 100 Mal geringerer Intensität. Absolut nicht so dramatisch, intensiv und verschlungen. Aber auch ich hatte einen Kinderglauben, der genau an den Klippen zerschellt ist, die der Autor einducksvoll beschreibt. Als ich mich in der Jugend in die Naturwissenschaft verliebt und von der verbrecherischen Geschichte der Kirchen mit ihren Hexenverbrennungen, Kriegen und Renaissance-Sado-Maso-Orgien im Petersdom gehört hatte, war es auch bei mir mit dem Glauben vorbei. Dagegen war Joseph Smith, Gründer und erster Prophet der Mormonen, mit seinen Scharlatanerien und der Polygamie ein echter Heiliger. Als mir das alles klar wurde, habe ich nur noch lauthals gelacht. Dass ich damit auch etwas im Grunde lebenswichtiges verloren hatte, wurde mir erst später klar. Es liegt nicht nur am Tod, dass man die Religion schmerzlich vermisst. Sondern vor allem daran, dass sich ohne Gott keinerlei Moral und Ethik wirklich begründen lassen. Naturwissenschaftlich schon gar nicht.Ich finde es spannend, von einem durch und durch vernünftigen Menschen zu hören, wie das so war: In einer Welt aufzuwachsen, in der Religion so richtig ernst und für voll genommen wurde. Von außen wirkt das immer leicht gehirngewaschen, wenn die Leute nur noch in die Kirche rennen und das alles sogar aufs Alltägliche übergreift. Das würde ich jetzt über die Mormonen so nicht mehr sagen. Schließlich behauptet nicht nur der Präsident und Prophet der Mormonen, höchstselbst mit Gott zu reden, sondern auch der Papst. Nämlich da, wo er unfehlbar ist. Und nach allem, was Hansen über das Innere dieser Kirche schildert, herrscht da auch die Freiheit des Denkens und ganz viel guter Wille. Wir hatten früher im Dorf eine mormonische Famile wohnen - und schwarz waren sie auch noch -, die waren richtig freundliche Leute. Aber trotzdem haben die alle für völlig verstrahlt gehalten. Es stimmt, hier galten die Mormonen immer als Sekte, die auf einer Ebene mit den Hare-Krischna-Jüngern rangiert.Hansen spricht auch über die Theologie die Mormonen. Über die Idee, dass wir dieses Erdenleben dereinst im Paradies als "unsere besten Tage" betrachten, die Vorstellung von den Kindern Gottes, die selbst zu Göttern werden können, dieser Glaube an das Individuum, das sich selbst aus dem Paradies verbannt um geboren zu werden, weil es die Fülle des Lebens und des Leidens und der Gottverlassenheit spüren will um wirklich erwachsen zu werden ... als das ist phantastisch und viel klüger als alles, was die Katholiken und Protestanten hier den Leuten erzählen. Das war und ist mein erster Gedanke. Aber danach kam sofort: Was für ein Ammenmärchen! Und genau da stehe auch ich. Ich will glauben, aber ich kann nicht.

  • John Grantham
    2018-12-08 13:00

    Der Autor hat das Buch sehr spannend und introspektiv geschrieben — man merkt, dass dieser Weg nicht einfach war, und der Schmerz dieser Trennung ist durchaus erfahrbar und nachvollziehbar. Man bekommt zudem einen Einblick in die Entstehung der Mormonenkirche bzw. der Kirche der Heiligen der Letzten Tage.Full disclosure: Ich habe den Schriftsatz für das Buch gemacht, aber ich fand den Inhalt dabei sehr spannend!

  • Aischa
    2018-11-18 11:04

    "Von einem der auszog, um seinen Glauben zu verbreiten - und ihn dabei selbst verlor" - so könnte man diese beeindruckende Kurzbiografie des US-Amerikaners Eric T. Hansen zusammenfassen.Hansen, der inzwischen in Berlin lebt, schildert seine Abkehr vom Mormonentum. Wobei - Abkehr trifft es nicht wirklich. Zwar ist Hansen aus der mormonischen Religionsgemeinschaft ausgetreten, in die er geboren wurde. Eine völlige Abkehr ist es jedoch nicht, er ist nach wie vor mit Menschen dieses Glaubens freundschaftlich verbunden."Losing my Religion" erzählt seine persönliche Geschichte mit und ohne Religion, sehr bewegend, aufrichtig und für mich absolut nachvollziehbar. Der Leser erfährt zunächst Wichtiges über die Entstehungsgeschichte des Mormonentums. Weiterhin erklärt Hansen, in stets anschaulicher und prägnanter Sprache, Werte der Mormonen und schildert wichtige Inhalte des religiösen Lebens: die Taufe mit acht Jahren, die Stellvertretertaufe für Tote anderer Religionen, ehrenamtliches Engagement in der Mormonenkirche oder den Missionsdienst junger Mormonen im Ausland, der ihn selbst vor Jahrzehnten nach Deutschland geführt hatte.Schließlich erläutert Hansen, was dazu geführt hat, dass er seinen Glauben an Gott verloren hat. Dass er dennoch respektvoll und nicht etwa abwertend über die Mormonenkirche schreibt, zeugt von seiner Charakterstärke.Ein empfehlenswertes Buch für alle, die etwas über das Mormonentum erfahren möchten, wie auch generell für an Glaubensfragen Interessierte.Einziger Verbesserungsvorschlag: Ein Glossar sowie Literaturtipps hätten das Buch noch abgerundet.