Read Die Frauen von Istanbul: Erzählungen einer unbekannten Gesellschaft by Gaye Boralıoğlu Online

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Istanbul Zentrum f r Handel, Finanzen, Medien und Kultur Doch zwischen Hochh usern und Moscheen, zwischen Europa und Asien, zwischen Moderne und Tradition pocht das Herz einer patriarchalischen Gesellschaft, in der die Frauen tagt glich ihren Platz finden m ssen Die K chin bernimmt Verantwortung, um den besten Reis zu servieren, und die Schneiderin tr umt beim N hen gef hrlich vor sich hin Die Demonstrantin k mpft gegen das Establishment und die Toilettenfrau berwindet ihre T tigkeit mit Kinobildern im Kopf Die Tante entpuppt sich als M rderin ihres Ehemannes und die Verk uferin behauptet pl tzlich, lesbisch zu sein Die Frauen von Istanbul leben mit Tr umen, W nschen und L gen, mitten in einem gef hrlichen politischen System Mit schwarzen Wimpern, gro en Mandelaugen und gemalten Lippen lernen sie, au erordentlich erfinderisch zu sein Um zu berleben Ein Prozess, der seinen Preis hat Bis in den Tod hinein Gaye Boral o lu, eine der bekanntesten und erfolgreichsten t rkischen Autorinnen der Gegenwartsliteratur, hebt den Schleier der islamisch konservativen Herrschaft und erlaubt uns einen Blick in eine unbekannte Gesellschaft In ihren Erz hlungen erheben sich Frauencharaktere zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und den kulturellen Normen und Gesetzen ihres Landes Geschichten, die Mut und Vertrauen aufbauen, und Geschichten, die Trauer und Wut ausl sen Geschichten einer Stadt mit ihren Frauen als Protagonisten Frauen, die leben, lieben, sterben und sich stets nach ihren Rechten sehnen....

Title : Die Frauen von Istanbul: Erzählungen einer unbekannten Gesellschaft
Author :
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ISBN : 3957711088
ISBN13 : 978-3957711083
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Gr enwahn Verlag 6 Oktober 2016
Number of Pages : 200 Seiten
File Size : 576 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Frauen von Istanbul: Erzählungen einer unbekannten Gesellschaft Reviews

  • SusanneKRezensentin
    2019-07-31 20:58

    Dreizehn Erzählungen der in Istanbul geborenen und aufgewachsenen Schriftstellerin sind in dem Band versammelt, der knappe 170 Seiten umfasst, es aber in sich hat. Denn die von Wolfgang Riemann und Monika Carbe aus dem Türkischen übersetzten Kurzgeschichten gewähren tiefe Einblicke in die Psyche einer Gesellschaft, die starke traditionale Merkmale zeigt. Die Protagonistinnen sind ausnahmslos Frauen. Es sind nicht die Profilierten, die Befreiten, von denen die Texte handeln, sondern es sind Frauen aus einfachen, konservativen Verhältnissen. Die Frauen, die außer ihrem Elternhaus und der Stube ihres Ehemannes, dem sie jung überantwortet wurden, nichts von der Welt gesehen haben - und die sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese Zustände wehren. Das Buch beginnt mit der Geschichte "Mi Hatice", die preisgekrönt und verfilmt wurde, und an deren Ende das Kopftuch einer befreiten Frau zu Boden rieselt. Die Erzählungen sind niemals anklagend, sie haben alle eine wendige Pointe und sie lassen eine zutiefst konservative Seite der Türkei erahnen, die wirklich existiert. Beschrieben wird ein verengter Radius, eine reduzierte Lebenswelt, der die Hauptfiguren den Kampf ansagen...Um mehr über das Verhältnis zwischen Tradition und Moderne zu begreifen, sind diese Erzählungen genau richtig. Ideal auch zum gemeinsamen Lesen an der Uni und in der gymnasialen Oberstufe.

  • anspruchsvolle
    2019-08-17 22:51

    Bin zufällig auf dieses Buch gestoßen, das lesenswert und nebenbei anders als gedacht war. Das Cover suggeriert eher, dass es hier um moderne Frauen aus Istanbul geht, die aus ihrem (realen) Alltag erzählen. Tatsächlich sind es 13 sehr verschiedene Kurzgeschichten, die sich zwar schnell lesen, es aber jeweils in sich haben. Es geht überwiegend um Frauen, die in ihrem Leben gefangen sind, und immer wieder auch um die Liebe mit ihren unterschiedlichsten Gesichtern, um Träume und Schrecken. Ein paar Male scheinen auch politische Themen auf. Die kurzen Erzählungen sind auf jeden Fall interessant, bewegend, die weibliche Gefühlswelt erforschend, teilweise poetisch bis surreal, das Ende ist oft traurig. Dabei erfährt man auch einiges über das Leben in der Türkei. Um Istanbul selbst geht es eigentlich nicht, so dass die Erzählungen auch woanders in der Türkei spielen könnten. Dreimal wird aus der Sicht eines Mannes geschrieben, aber das Thema ist auch hier eine Frau. Das Buch hat einige Schreibfehler, die mich etwas gestört haben. Denn der Inhalt hat es verdient, dass man mit Aufmerksamkeit herangeht. Es ist möglich, dass in der Übersetzung einiges verloren geht. Daneben finde ich den deutschen Titel etwas irreführend. Im Original heißt er wohl in etwa "Heilige Frauen", was deutlich besser passt. Die Kostproben der Autorin machen jedenfalls Lust, sich etwas näher mit türkischer Literatur zu beschäftigen.