Read Jazz by author Online

Title : Jazz
Author :
Rating :
ISBN : 9171610499
ISBN13 : 978-9171610492
Format Type : Other Book
Language : Schwedisch
Publisher : Bokf rlaget Forum 7 Oktober 1993
Number of Pages : 408 Pages
File Size : 699 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Jazz Reviews

  • SH
    2018-10-23 18:13

    Jazz ist nicht nur der wohl komplexeste Roman Morrisons, sondern wohl einer der komplexesten überhaupt. Die relativ einfache Geschichte (New York der Zwanzigerjahre, ein Mann ersticht seine jüngere Geliebte, die Frau attackiert auf der Beerdigung die Tote mit dem Messer) wird in den insgesamt 10 Kapiteln von immer neuen Seiten angepackt und aufgerollt. Jedes Kapitel wird von (grob gerechnet) einer Stimmen dominiert, wobei all das durch eine Icherzählerin gefiltert wird, die über 90 % des Buches wie eine auktoriale Erzählerin agiert. Der Alltag der Figuren unmittelbar vor Mord und Beerdigung wird ebenso aufgearbeitet wie Kindheit und Jugend im tiefen Süden, einige Familienmitglieder, deren Leben dann sozusagen als Rede dritter Ordnung (X erzählt, XY habe erzählt) wiedergegeben wird, erweitern den Fokus des Romans noch einmal bis in die Jahre vor dem amerikanischen Bürgerkrieg. Das ist hochambitioniert, und der Roman ist sauber auskomponiert: die ersten drei oder vier Kapitel entfalten sich als Fortsetzungen eines einzelnen Gedankens (Sht, I know that woman… / Or used to … / Like that day in July, when…), in späteren wird jeweils aus neuer Perspektive eine Idee oder ein Eindruck vom Schluss des vorangegangenen Kapitels wieder aufgegriffen.Damit habe ich mir anfangs nicht leicht getan: Was Jazz im Gegensatz zu anderen modernen Romanen so schwer verdaulich macht ist der scharfe Kontrast zwischen der relativ traditionellen mündlichen Erzählweise und der hektischen Großstadtszenerie - das scheint sich zu Beißen. Allerdings hat der Kontrast seine Berechtigung. Man muss bedenken, dass die meisten Städter Neuankömmlinge der sogenannten „Great Migration“ sind. Menschen, deren Vorfahren unter Sklaverei, und die selbst unter andauernder Diskriminierung leidend, vor allem auch ihre orale Tradition hatten, die weitergegebenen Geschichten, um sich eine Identität zu wahren/aufzubauen. Da ist die Polarität von Jazz zwischen polyphonem Großstadtroman und mündlicher Erzählung durchaus folgerichtig. Schwer zu verdauen ist das Ganze dennoch.Jazz führt seine Welt in konsequenter weise sprachlich-strukturell durch. Da mag es auch konsequent sein, dass der Text bis in den Satzbau hinein immer wieder regelrecht deprimiert, mit dieser bluesig gedrückten Erzählhaltung… es bleibt aber phasenweise schwer, das zu „genießen“ (kein Wunder…) wie das bei den anderen genannten Texten durchaus geht. Das darf man natürlich auch zum Besten Morrisons auslegen. Man kann sich von Jazz nicht überspülen lassen, der Roman zwingt in jedem Sinne zu einer starken Reaktion und zu Engagement mit dem Text. Ich sehe nach gewissem Ringen in Jazz eine herausragende sprachliche und kompositorische Arbeit, die brutal schwer im Magen liegt.

  • Aries
    2018-11-16 18:10

    Grandios! Ich habe noch nie so etwas gelesen - und bin hingerissen! Toni Morrison hat einen sehr wohlverdienten Nobelpreis. Jetzt möchte ich auch mehr von ihr lesen. Bin mit den vielen 5-Stern Rezensenten einer Meinung.

  • Alrik Dudas
    2018-11-12 13:11

    super Buch,guter Inhalt sehr informativ man wird nicht enttäuscht es wird nicht zu viel versprochen und es steht genau das drin was man wissen möchte.

  • Denise Oster
    2018-11-19 12:50

    Dieses Buch ist nicht ! Französisch. Sondern Englich, wie das cover, der Buchrücken und einige der Kommentare. Keine Ahnung warum beim Titel Französisch steht.

  • Donald Mitchell
    2018-11-03 16:48

    For many African-Americans, the period from 1860 through 1930 was a particularly challenging one. The formal slavery of the South transitioned into a vulnerable rural economic existence, dependent on the weather and the price of crops. The promise of the city lured many to leave their homes, and adopt city life-styles that put new social pressures on them and their relationships. Jazz tells this story through the microcosm of one marriage, that of Joe and Violet Trace.Unlike many books about marriage, this one is a love story. Although it bears no relationship to any romance novel you have ever read, it reveals the way that the need for love develops from within each of us and allows us to grasp its potential when we respond to the yearnings of those we care about.Music was important in the lives of many people during those years. Churches and music halls vied for the attention of most people in the cities. Jazz was a new influence, bursting on the scene with a combination of extreme freedom and mutual respect for the other players. In this book, jazz is represented both as a symbol of freedom and as a source of base impulses that can lead people astray. Ms. Morrison also pays homage to jazz by building her narrative around the individual stories of those involved taken in solitary order, much like the solos in a jazz piece. The narratives all weave together, but you have to hear the whole piece to understand how. Be patient with what seem like digressions. They are really transitions into new perspectives, like when a horn does a riff before returning to the theme.You also get the metaphor of jazz used in the relationship of the two Traces. They were originally in rhythm with each other, then fell out of rhythm, and then regained their ability to improvise together. It's very nicely done!To me, the best part of the book was that Ms. Morrison does not permit her characters to fall back on misfortune, fate, and heredity as excuses for misbehavior. Clearly, those factors affect us, but we all have the potential to rise above them. We need only open our eyes and start responding to those closest to us. Then, we can build a better life together.The family background of the two Traces is a rich tapestry as well of the social history of African-Americans during this period. Ms. Morrison's imagination is quite remarkable in the variety and vividness of these characters!For those who are interested in understanding more about the roots of the Jazz Age, this book will also be very appealing.After you have finished thinking about the lessons of Jazz, you should consider where you display the good characteristics of a jazz player . . . and where you do not.Feel the rhythm around you!