Read Lass laufen! Beats, Wendepunkte, Krisen & Konflikte. Mit den 36 dramatischen Situationen von Georges Polti by Georges Polti Online

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James Joyce hatte sie auch Die sechsunddreiig Masterplots, wie wir heute vielleicht sagen wrden, hat der franzsische Dramatiker Georges Polti nach der Analyse von zeitgenssischen Theaterstcken und Romanen im 19 Jahrhundert verffentlicht Poltis Plots werden in unzhligen Bchern ber das Schreiben von Theaterstcken, Drehbchern und Romanen zitiert Sogar in der Triester Bibliothek von James Joyce befand sich ein Exemplar....

Title : Lass laufen! Beats, Wendepunkte, Krisen & Konflikte. Mit den 36 dramatischen Situationen von Georges Polti
Author :
Rating :
ISBN : B00AR1E2J2
ISBN13 : -
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Autorenhaus Verlag 19 Dezember 2012
Number of Pages : 477 Pages
File Size : 575 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Lass laufen! Beats, Wendepunkte, Krisen & Konflikte. Mit den 36 dramatischen Situationen von Georges Polti Reviews

  • Schulthe, Hendrik
    2019-01-04 10:36

    ...hat sich Gerhild Tieger mit diesem Büchlein, der für gewöhnlich mit recht praktischen Ratgebern rund um das Thema Schreiben glänzt.Tieger bietet auf den 156 Seiten des Buches folgendes: die 1884 erschienenen Masterplots Georges Poltis (46 Seiten), diese angabegemäß erstmals in deutscher Übertragung. Polti hat seinerzeit eine Klassifikation aller im Drama möglichen Situationen und Konfliktsituationen geschaffen. Diese Liste liest sich in der Tat recht interessant, wenngleich man ihr das Alter trotz der Streichung der zahlreichen heute unbekannten Beispiele aus dem Originalwerk dennoch anmerkt.Im zweiten Teil Beats, Wendepunkte und Konflikte trägt Tieger einige hundert Beispiele von sog. Plot Points zusammen, also Handlungselementen, die einem Handlungsablauf eine Tendenz oder Richtung geben - so etwas wie "Keiner wußte, daß der Onkel noch einen unehelichen Sohn hat". Das ist für mich als Literaturdozent ggf. ein netter Fundus an Übungsmaterial, aber ob es die 50 Seiten Aufwand wert war? Als "Futter für die Fantasie des Schreibenden" sind sie oft zu speziell, und Beats wie "Zögert, seine Bar aufzugeben, findet Schafsherz vor der Tür" scheinen eher aus einer Kartei seltsamer dramatischer Wendungen aus einigen Dutzend Spielfilmen zu stammen. Unterteilt oder sortiert ist diese Sammlung nicht. Immerhin mag sie wiederum einen akzeptablen Fundus abgeben - und in der Tat beim Durchstöbern auch mal den rettenden Einfall bringen.Der dritte Teil Unfälle, Unglücke und andere Übel (30 Seiten) versammelt kuriose Versicherungsfälle, anhand derer die Gedanken des hoffnungsvollen Autors wohl beflügelt werden sollen. Ehrlich gesagt, wenn ich solche Quellen haben will, kaufe ich mir gleich eine entsprechende Sammlung von Stilblüten, Kuriositäten und Urban Legends. Ferner frage ich mich, wie variationsreich Texte sein können, die aus so etwas entstehen - fiktionalisierte Anekdoten doch bestenfalls (einer der traurigeren Zweige des Creative Writing).Eine etwa 20-seitige Liste von Phobien (aus dem Internet ermittelt) bildet den Schlußpunkt des Büchleins. Was ich in diesem Zusammenhang damit anfangen soll, weiß ich nicht - lt. Tieger dienen exzentrische Phobien dazu, eine Figur interessant zu machen und ihr einen Antrieb zu geben. Das ist zwar richtig, aber zugleich sehr einseitig; da greife ich doch lieber zu Hellwegs Insomniac's Dictionary, das neben Phobien auch Manien und -philien und vieles mehr enthält.Alles in allem: für wen soll Tiegers Buch eigentlich sein? Mir bleibt vor allem wegen der letzten zwei Abschnitte der Eindruck, hier sei - aufbauend auf einem interessanten, aber nicht unersetzlichen Klassiker, nämlich Polti - ein Buch eher zusammengestoppelt als zusammengestellt worden. Allerdings lassen Titel und Cover vermuten, das Ganze sei eh nicht so ganz ernst gemeint und falle bewußt eher unter Gelegentlich-zufällig-nützliche-Humoristika als unter Ratgeber oder Handbuch.Wer solche Dinge mag, kann sich Tieger neben Adams/Lloyds/Böttchers Wörterbuch des Labenz oder Haefs' Handbücher des nutzlosen Wissens stellen. Immerhin vermittelt es wirksam die Botschaft, daß zum wirklich kreativen Schreiben stets auch eine gesunde Portion gedanklicher Spieltrieb gehört, und das ist vielleicht an manchen Tagen der beste Rat.

  • None
    2019-01-11 07:29

    Mit großen Erwartungen habe ich mir das Buch bestellt und wurde nur enttäuscht. Es wird nichts erklärt, sondern nur zusammenhanglos irgendwelche Situationen angerissen. Da kann man besser Bildzeitung lesen, die Schlagzeilen dort haben mehr Aussagekraft, und die dazugehörigen Artikel auch.Das Buch hat knapp 150 Seiten, und die sind zum großen Teil nur zur Hälfte und mit riesigen leeren Absätzen dazwischen bedruckt. Die angeblichen Masterplots beschränken sich auf lapidare Statements wie "Einem Verurteilten erscheint ein Retter". Oder "berufsmäßige Verfolgung von Verbrechern". Na klasse. Knapp zehn Euro zum Fenster rausgeworfen.

  • None
    2019-01-13 10:11

    "Poltis Plots" werden in unzähligen Büchern über das kreative Schreiben zitiert. Sogar in der Triester Bibliothek von James Joyce stand ein Exemplar!Die berühmten 36 "ewigen" Plots von Georges Polti gibt es endlich auch auf Deutsch - großes Verdienst. Interessant und erstaunlich daran ist natürlich, wie unverändert die grundlegenden Geschichten, die erzählt werden, immer noch sind.Die kleinen Beats, die Mini-Plots, sind ganz lustig und in jedem Fall anregend. Mein Tipp: bei der nächsten kleinsten Blockade einfach darin blättern, irgendwo bleibt das Auge hängen und - das ist das Verblüffende - löst einen ganz eigenen Gedanken aus, ruft eine Begebenheit wach, lässt eine Situation wieder entstehen, ein Zitat kommt in den Sinn, man denkt an einen Menschen - und schreibt!Auch die Eigenschaften mancher Exzentriker sind ganz anregend, ich musste daran denken, weil es eine gute Ergänzung zu Lajos Egris Buch übers Schreiben ist, in dem es hauptsächlich um die Schaffung glaubwürdiger Charaktere geht. Aus der langen Liste von Phobien lassen sich natürlich die tollsten Ent- und Verwicklungen ableiten.Wen wundert's, wenn Wissenschaftler pikiert über dieses Büchlein sind, es ist viel zu praktisch und direkt. Das Handwerk des Schreibens hat es immer noch schwer, anerkannt zu werden, aber das hatte der legendäre Georges Polti schon zu seinen Zeiten geahnt: "Doch ich werde leidenschaftlich angefeindet, ich beabsichtige, die Fantasie zu töten! Feind der Einbildungskraft! Vernichter des Staunens! Mörder der Wunder!' Diese und andere Beinamen verursachen mir keinen Hauch von Röte."Das Büchlein ist kein Lehrbuch, keine Anleitung zum Schreiben, aber eine verdammt anregende Sammlung von Ideenauslösern.Gehört in den Erste-Hilfe-Kasten von Schriftstellern!