Read Die Hunde bellen: Reportagen und Porträts by Truman Capote Online

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Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen, die ihn berhmt machten, verfasste Truman Capote fr Magazine wie Esquire oder den New Yorker unzhlige Reportagen und Portrts Sie besitzen die erzhlerische Kraft seiner Prosa alles, was den Schriftsteller Capote ausmacht Melancholie, Beobachtungsgabe, perfekte Dialoge und ein glhendes Interesse am Menschen Angefangen bei den frhen Reiseskizzen des Zweiundzwanzigjhrigen bis hin zu einem Portrt der Schriftstellerin Willa Cather, das er am Vorabend seines Todes fertigstellte, versammelt dieser Band erstmals das komplette nicht fiktionale Schaffen Truman Capotes, darunter auch Texte, die noch nie in Buchform publiziert wurden.Mit seinem Tatsachenroman Kaltbltig revolutionierte Capote die Literaturgeschichte, indem er Journalismus und Literatur zusammenfhrte Die Hunde bellen ist sein journalistisches Vermchtnis and die Nachwelt ein ebenso intimes wie berhrendes Portrt des zwanzigsten Jahrhunderts und seiner Menschen....

Title : Die Hunde bellen: Reportagen und Porträts
Author :
Rating :
ISBN : B00EC56W38
ISBN13 : -
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Kein und Aber B cher Tontr ger , Z rich Auflage 1 10 Juli 2013
Number of Pages : 572 Pages
File Size : 669 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Hunde bellen: Reportagen und Porträts Reviews

  • Jean F.
    2018-10-22 08:37

    1973 schrieb Truman Capote im Vorwort zu "Die Hunde bellen" über seine publizistischen Arbeiten: "Es sind Souvenirs von Orten und Menschen, die zusammen so etwas ergeben wie eine geschriebene Landkarte meines Lebens während der letzten drei Jahrzehnte ..." Dies trifft auf diesen, um Arbeiten aus weiteren zehn Jahren erweiterten Band, erst recht zu.Das vorliegende Buch mit Reportagen, Portraits und Reiseskizzen beinhaltet erstmals alle journalistischen Arbeiten von Capote. Außer über sein schriftstellerisches Handwerk teilen diese auch vieles über seine eigene Biographie und seine Erlebnisweisen mit."Was braucht man für ein Interview? Zunächst einmal ein Gedächtnis, das zuverlässig funktioniert wie ein Aufnahmegerät. Ich glaube nämlich, dass Notizblock oder - Gott bewahre! - ein echtes Tonbandgerät eine extrem künstliche Stimmung erzeugen, die jede natürliche Beziehung zwischen den Interviewpartnern zerstört." Das Aufschreiben erfolgte erst danach. Im Zweifelsfall gab Capote denn auch der Kunst den Vorzug vor der Wahrheit:"Alles in diesem Buch beruht auf Tatsachen, was nicht bedeutet, dass es sich immer um die reine Wahrheit handelt, aber zumindest um meine größtmögliche, persönliche Annäherung an die Wahrheit."Allerdings ist m. E. die editorische Arbeit doch arg karg ausgefallen. Die Hintergrundinformationen, Anmerkungen und Textnachweise hätten bei so einer umfangreichen Werkzusammenstellung zweifellos etwas ausführlicher und vollständiger sein können. Auch mit dem Korrekturlesen hatte es der Verlag nicht immer ganz so genau genommen. Hier hat sich der Verlag wohl manchmal zu sehr an Capotes Aussage gehalten: "Nach meiner journalistischen Erfahrung hat sich noch jeder, über den ich geschrieben habe, falsch dargestellt gefühlt." Doch trotz der Mängel bei der Editionsarbeit und ab und zu bei der Übersetzung (was aber nicht wirklich ins Gewicht fällt): „Die Hunde bellen“ ist ein sehr lesenswertes Buch, ein regelrechter journalistischer Molotow-Cocktail.

  • julia
    2018-11-09 12:40

    lesen. Es ist nicht schlecht, aber wenn man erhörte Gebete gelesen hat, eher langweilig, Teilweise auch langatmig. Also lieber erhörte Gebete lesen...

  • martin
    2018-10-24 04:28

    tc beschreibt seine reportagen und porträts sehr anschaulich und interessant. seine reiseleidenschaft war mir bis dato nicht bekannt. er kennt alle leute der welt. spannend.

  • Hanka Paetow
    2018-10-19 08:39

    Immer wieder schafft es Capote zu überraschen, mich selbst in einer kleinen Episode zu foppen und mich zum Lachen zu bringen! Und wer ihn einmal in "Murder by Death" gesehen und seine bedacht knarzenden Art zu s sprechen im Ohr hat, dem scheint es, als würde er dem Leser selbst diese Geschichten, Interviews Episoden aus „Die Hunde Bellen“ vortragen. Lese-Must!

  • Guenter Meder
    2018-11-08 12:28

    Wie immer bei Capote, das Lesen seiner Bücher macht süchtig besonders das Buch "Hunde die bellen"seine gesammelten Erlebnisse und Poträts.

  • Caspar David
    2018-10-25 09:40

    Ja, Truman Capote ist toll. Und die Texte von ihm, die in diesem Band versammelt sind, insbesondere. Auch mit ihrer Anordnung hier, wiewohl sie Capotes Intentionen eigentlich widerspricht, kann man sich irgendwie anfreunden. Und da die Taschenbuchausgabe nur ca. 13 Euro kosten soll, könnte man sagen: 900 Seiten Capote für so wenig Geld... Zugreifen, Lesen!Aber wieso sagt niemand, dass die Übersetzung teilweise einfach grauenhaft ist? Der Band ist leider nicht nur preiswert, er ist dadurch - jedenfalls für meinen Geschmack - billig. Dass die von einem gewissen Marcus Ingendaay bewerkstelligte Übersetzung peinliche Macken hat, darauf hat ja bereits Daniel Kehlmann seinerzeit in einer Besprechung hingewiesen (nachzulesen in: Lob. Über Literatur). Aber Kehlmann hatte versprochen, dass die Übersetzung vor allem am Anfang des Bandes schlecht ist, aber in der zweiten Hälfte immer besser werden soll! So?Also, was den Anfang angeht, so bin ich gleich auf S. 21 (so ziemlich am Beginn des Brando-Aufsatzes) über diese Stelle gestolpert: "... Schauen wir mal", sagt Brando schließlich. "Ruf mich an!" - Ehrlich gesagt, ich konnte mir das einfach nicht vorstellen: dass schon Marlon Brando gesagt haben soll, was viel später immer unser Ex-Bundeskanzler, also Gerhard Schröder, sagte: "Schauen wir mal!"? Eine angemessene Modernisierung? Damit auch wir begreifen, was Brando eigentlich gemeint hat? Schauen wir mal! Ich habe nachgesehen. Das war so nicht nötig. Im Original heißt es einfach (und durchaus etwas anders): "Give me a ring around then," Brando said finally. "We'll see what's happening." - In der alten Übersetzung von Hanno Schlüter (Wenn die Hunde bellen, Wiesbaden 1974) heißt es entsprechend: "Ruf mich um die Zeit herum an", sagte Brando schließlich. "Wollen sehen, wie es sich macht." Nicht nur aus diesem Grunde habe ich ab diesem Punkt in der alten Ausgabe weiter gelesen.Aber eben auch am Ende... Der letzte Text des Bandes ist "Selbstportrait". Der Autor, Capote, wird darin unter anderem gefragt, ob er kochen könne. Der Ingendaay-Capote antwortet doch tatsächlich: "Nicht für Gäste. Und für mich selbst mache ich immer dasselbe, Kräcker und saure Sahne an Tomatensuppe..." ... saure Sahne an Tomatensuppe? Was soll denn das sein? Sollte Capote im Ernst schon unsere heutigen, quasiräumlichen Speisekarten gekannt haben, Bohnen an Steak, Kohl an Spiegelei usw.? Und die Kräcker? Was ist mit denen? Sind die auch "an"? Im Original heißt es, was ich beruhigend fand: "Can you cook?" - "Not for company. For myself, I always dish up the same cuisine. Crackers and cream of tomato soup..." Was in der alten Ausgabe (diesmal übertragen von Ingeborg Müller) genauso schlicht und durchaus richtiger heißt: "Nicht für Gäste. Für mich selbst stelle ich immer das gleiche Menü auf den Tisch: Crackers und Tomatencremesuppe..." (dish up - lässt sich tatsächlich am einfachsten mit "auftischen" übersetzen).Ja, so war das in den 1970ern. Als Capote das auch formuliert hatte. Damals hat man sich offenbar auch mehr Zeit mit guten Übertragungen gelassen. Und es musste in diesem Fall auch noch nicht so viel modernisiert werden.Ich will noch ein drittes Beispiel nennen (andere finden sich bei Kehlmann, aber es gibt leider noch viel mehr: wo man auch hinsieht, so jedenfalls ist mein Eindruck). Es handelt sich noch einmal um "Selbstportrait" und eine Stelle bzw. einen Akzent, der mir weitaus wichtiger erscheint, als saure Sahne an Tomatensuppe: "Ziehst du Tiere den Menschen vor?" - "Ich mag Tiere und Menschen gleich gern. Trotzdem glaube ich, dass Menschen, denen Hunde, Katzen oder Pferde lieber sind, insgeheim etwas Rücksichtsloses haben.""Bist du rücksichtslos?" Und so weiter.Rücksichtslos? Sollte Capote wirklich das gesagt haben? Dieses hier doch so ungenaue, irgendwie verwaschen erscheinende Wort? Ich habe das schlicht nicht geglaubt.Das Original:"Do you prefer animals to people?""I like them about equally. Still, I've usually found there is something secretively cruel about people who really feel more warmly toward dogs and cats and horses than people.""Are you cruel?""Occasionally..."Selbstverständlich ist "cruel" an erster Stelle "grausam", dann: hart, unbarmherzig, roh, gefühllos, schrecklich, mörderisch, furchtbar usw. - Rücksichtslos? - Man könnte über das "is something ... about ..." ruhig noch etwas länger nachdenken. Aber bis dahin finde ich die alte Übersetzung auf jeden Fall wieder gelungener: "Ich habe übrigens oft festgestellt, dass Menschen, die wirklich für Hunde und Katzen und Pferde mehr Gefühl als für Menschen aufbringen, etwas unterschwellig Grausames an sich haben." Okay.Ich muss schon zugeben: Für eine deutschsprachige Ausgabe der "Werke" von Truman Capote (Zürcher Ausgabe usw.) ist diese neue Übertragung eine ziemliche Peinlichkeit. Und das Lektorat, falls der Verlag sich so etwas noch leistet, ist entweder desinteressiert oder hat - wie man so sagt - Tomaten auf ("an"?) den Augen. Ich kann den Band beim besten Willen nicht empfehlen, sondern rate, lieber auf die alten Ausgaben ("Wenn die Hunde bellen" sowie "Musik für Chamäleons") oder, wo das nicht möglich ist, vielleicht auch einmal auf das Original ("Observations" oder "A Capote Reader") zurückzugreifen.